Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Artenverteilungsmodell

23.09.2005


Klima und Politik sind die treibenden Kräfte, die in der Umwelt zu vielen Veränderungen führen. Nicht nur die Landschaft, sondern auch die darin vorkommenden Arten werden durch sie beeinflusst. Im Rahmen des Projekts ACCELERATES wurde eine integrierte Modelliermethode für die Bewertung von Änderungen in der Artenverteilung entwickelt, die auf solchen Veränderungen der Umwelt beruhen.



Arten reagieren sehr unterschiedlich auf Klimaveränderungen. Die Empfindlichkeit von Arten in Bezug auf klimatische Veränderungen kann ihre Verteilung und dadurch die Struktur ihres Lebensraums ändern. Um die Artenvielfalt beizubehalten, ist es notwendig, die Anpassungsfähigkeit der Arten vorhersagen zu können.



Im Zusammenhang mit dem ACCELERATES-Projekt wurde ein Modellgerüst entwickelt, um die Dynamik der Artenverbreitung auf Landschaftsebene nachzubilden. Es wird simuliert, dass die Arten über eine dynamische, heterogene Landschaft verteilt sind, die von klimatischen und landschaftlichen Veränderungen geprägt ist. Das SPECIES-Modell (Spatial Evaluator of Climate Impacts on the Envelope of Species - Räumlicher Evaluator des Einflusses des Klimas auf die Artenhülle) wurde genutzt, um die Gebiete herauszufinden, die für eine bestimmte Art geeignet waren. Die geeigneten Flächen, beeinflusst von klimatischen und landschaftlichen Veränderungen, wurden dann mit den Simulationen der Artenverbreitung integriert. Es wurde ein räumlich explizites, zellulares Automatismen-Modell entwickelt, das die stochastische Verteilung der Arten durch fragmentierte Landschaften simuliert.

Das Modell basiert auf zellularen Automatismen und simuliert die stochastische Verteilung der Arten. Die Verteilung wird danach modelliert, wie viele Brutknospen sich von einer existierenden Population lösen und wie die Brutknospen sich entsprechend neu verteilen. Die Anzahl der Brutknospen die sich von einer Population loslösen, hängt mit der sigmoidalen Populationswachstumskurve zusammen.

Damit das Modell auch eingesetzt werden kann, müssen Parameter für sechs artenabhängige Variablen auf die Regionen der Fallstudien angewendet werden. Diese sind: maximaler und mittlerer Verteilungsabstand, der Formparameter des Verteilungskerns, die Nettoreproduktionsrate, die Anzahl der Jahre bis zur vollen Fruchtbarkeitsleistung und die Fekundität.

Die Ergebnisse dieses Verteilungsmodells zeigen die Fähigkeit einer Art, sich dem sich ändernden Klima und der Bodennutzung anzupassen. Durch diese Ergebnisse können die jetzigen politischen Maßnahmen zur Erhaltung der Bestände untersucht und die potenziellen Problembereiche angesprochen werden.

Dr. Paula Harrison | ctm
Weitere Informationen:
http://www.eci.ox.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Clevere Folien voller Quantenpunkte

27.03.2017 | Materialwissenschaften

In einem Quantenrennen ist jeder Gewinner und Verlierer zugleich

27.03.2017 | Physik Astronomie

Klimakiller Kuh: Methan-Ausstoß von Vieh könnte bis 2050 um über 70 Prozent steigen

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie