Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufbereitung von Unternehmensabfällen mit Hochtemperaturplasma

07.09.2005


Gefährlicher Müll, der giftige Chemikalien enthält, die das Grundwasser verseuchen können, ist ein ernst zu nehmendes Problem in der Europäischen Union. Dem EU-finanzierten WASTILE-Projekt zufolge wurden allein 1990 über 10 Millionen Tonnen davon produziert. Das Projektteam hat sich diesem Problem angenommen und eine komplette technische Konstruktion für eine auf Plasma basierende Aufbereitungsanlage für Unternehmensabfälle entwickelt, die giftigen Müll in nützliche Nebenprodukte umwandelt.



Der konzeptuelle Projektentwurf, das heißt die Nutzung von Plasma zur Aufbereitung von gefährlichen organischen und anorganischen Abfallmaterialien, versorgt potenzielle Investoren mit Informationen über Anlagengestaltung, Prozessökonomie und deren Abhängigkeit von unbeständigen Abfalldurchsätzen. Er beinhaltet außerdem detaillierte Diagramme über Verrohrung, Messausrüstung und Arbeitsablauf, enthält thermische und thermodynamische Berechnungen und bietet eine ausführliche Beschreibung der notwendigen Geräte.



Bei der Abfallbehandlung produziert die auf Plasma basierende Aufbereitungsanlage für Unternehmensmüll ebenfalls ein festes Nebenprodukt und ein synthetisches, erhitztes Gas. Die Zusammensetzung dieses robusten Nebenprodukts kann auf die Nutzung als Grundsubstanz für Keramikmaterialien ausgerichtet werden. Das heiße Gas hingegen kann für das Erhitzen von Wasser, die Erzeugung von Dampf oder für die Stromgewinnung genutzt werden. Daher bringen diese Nebenprodukte zusätzlichen wirtschaftlichen Gewinn für die Anlage.

Die wirtschaftliche Analyse, die im Rahmen des Projektes durchgeführt wurde, verdeutlicht, dass für die Aufbereitung von 500 bis 2500 Kilogramm Abfall pro Stunde die Kosten zwischen 150 und 350 Euro liegen. Diese Schwankungen sind abhängig von der Größe der Anlage und dem Verkauf beziehungsweise der Nutzung der Nebenprodukte. Bei geringen Durchsätzen überwiegen die Investitions- und Lohnkosten. Verringern sich jedoch die Durchsätze, so werden auch die Kosten niedriger.

Im Allgemeinen fand man im Rahmen des Projektes heraus, dass eine auf Plasma basierende Abfallaufbereitung im Vergleich mit anderen Müllentsorgungsmethoden wettbewerbsfähig ist. Um die Projektergebnisse weiterentwickeln zu können, sucht das Team nach Investoren in den folgenden Bereichen: Nutzung von gefährlichen Aktivabwässern, Aufbereitungsmethoden mit Plasma sowie Herstellung von Baumaterialien.

Tim Johnson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tetronics.com/homepageframe.html

Weitere Berichte zu: Aufbereitung Hochtemperaturplasma Nebenprodukt Plasma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie