Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine globale Umweltgesetzgebung - wie könnte sie wirken?

05.09.2005


Internationale Global Change Forschungskonferenz in Bonn, 9 - 13 Oktober 2005


Hauptgebäude der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn, Deutschland


Die weltweit größte sozialwissensschaftliche Konferenz zum Thema globaler Umweltwandel. Interdisziplinäre Forschung, Ergebnisse, Diskussionen zu Themen wie menschliche Sicherheit und globaler Umweltwandel, Landnutzung und Veränderungen der Landoberfläche, Institutionen und Verträge, die Umwandlung von Produktion und Konsum zu mehr Nachhaltigkeit.

Dramatische Ereignisse im Zusammenhang mit globalem Umweltwandel


In diesen Tagen erleiden die Menschen an den Küsten Louisianas, Mississippis und Alabamas die dramatischen Folgen des globalen Umweltwandels. Der Hurricane ’Katrina’ hat ein Gebiet von der Größe eines kleinen Staates zerstört und unter Wasser gesetzt. Tropische Zyklone sind in den letzten Jahren schneller und damit zerstörerischer geworden. Der Hauptgrund dafür ist die globale Erwärmung des Klimas. Gleichzeitig werden Siedlungen zu nah an die Küste gebaut während natürliche Pufferzonen, wie beispielsweise Sümpfe, verschwinden.

Ärmere sind den Naturgewalten oft ungeschützt ausgesetzt

Die Menschen, die in diesen gefährdeten Gebieten siedeln, sind oft arm. Das macht ihre Verwundbarkeit noch größer, denn sie sind den - sich verschlimmernden - Naturgewalten schutzloser ausgesetzt und haben kaum Mittel zur Selbsthilfe. In New Orleans selber mag ’Katrina’ die Häuser reicher und armer Menschen gleichermassen zerstört haben, aber viele ärmere Stadtbewohner waren nicht in der Lage, rechtzeitig zu fliehen und wurden von den Wassermassen eingeschlossen.

Wäre eine weltweite Umweltregierung die Lösung?

Durch den globalen Umweltwandel, der sich in den letzten Jahren noch einmal beschleunigt hat, sind immer mehr Menschen immer größeren Risiken ausgesetzt. Bereits exitistierende Ungleichheiten verstärken sich, was in manchen Fällen zu Konflikten führt. Es gibt mehr und mehr Umweltflüchtlinge. Wer ist eigentlich verantwortlich für den Umweltwandel und wer leidet am meisten darunter? Wie können sich Menschen und Gemeinden helfen, wie (re)agieren sie? Was ist die Rolle von Verträgen und Organisationen, und könnte eine weltweite ’Umweltregierung’ die Situation verbessern? Wie können Muster des Verbrauchs und Konsumverhalten von Einzelnen wie auch von ganzen Gesellschaften hin zu mehr Nachhaltigkeit angepasst werden?

Weltweit größte sozialwissenschaftliche Konferenz zum Umweltwandel

Das sind nur ein paar der vielen Fragen, denen in der Forschung zum globalen Umweltwandel nachgegangen wird. Unter dem Titel "Globaler Umweltwandel, Globalisierung und internationale Sicherheit" wird die internationale Forschungsgemeinschaft der "Human Dimensions on Global Environmental Change" ihre sechste offene Konferenz an der Universität Bonn vom 9. bis zum 13. Oktober 2005 abhalten - das 6th Open Meeting. In dieser Konferenz werden internationale Experten vieler verschiedener Disziplinen ihre Forschungsergebnisse zu den menschlichen Ursachen, Konsequenzen und Antworten des weltweiten Umweltwandels diskutieren, und einen vorausschauenden Aktionsplan entwickeln. Dieser Plan soll die Forschung zu den menschlichen Dimensionen (’Human Dimensions) des Umweltwandels in aktuelle Politikdebatten einbringen. Mit 700 Teilnehmern ist die Konferenz nicht nur eine der größten Konferenzen in der Bonner Region in diesem Jahr sondern auch die weltweit größte sozialwissenschaftliche Veranstaltung zu Themen des globalen Umweltwandels.

Sicherheit, Rohstoffe, Konsum und Städte

In einem intensiven Gutachterprozess wurden 128 parallele Sessions ausgewählt. Die Themen behandeln verschiedene Teilbereiche der globalen Umweltforschung, zum Beispiel menschliche Sicherheit, Landnutzung und Veränderungen der Landoberfläche, Institutionen und Verträge, die Umwandlung von Produktion und Konsum zu mehr Nachhaltigkeit, Verstädterung, Küstengebiete, Wasser als Rohstoff, landwirtschaftliche Systeme/Ernährungssysteme, und die Sequestrierung von CO2.

Junge Wissenschaftler werden gefördert / Science-Policy Link muss verstärkt werden

In manchen Vorträgen und Sessions wird auch der ’science-policy-link’ diskutiert, die - in vielen Fällen immer noch kaum existierende - Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik. Auch Modelle, die Entwicklung von Szenarien sowie die Ergebnisse multidisziplinärer Feldforschung werden vorgestellt. Jungen Wissenschaftlern, vor allem aus Entwicklungsländern, wird die Möglichkeit gegeben, in speziellen Trainingsseminaren vor dem Open Meeting ihre Kenntnisse zu vertiefen und auch an der Konferenz selber aktiv teilzunehmen.

Bedürfnis nach grenzüberschreitender Forschung

Die Open Meetings sind das Ergebnis von Forschungs-, Networking- und Capacity building-Aktivitäten die nach dem Rio-Weltumweltgipfel 1992 entstanden und nach der Johannesburg-Konferenz 2002 weiterentwickelt wurden. Sie reflektieren das wachsende Bedürfnis nach wahrhaft grenzüberschreitender wissenschaftlicher Forschung, die gesellschaftliche Fragen berücksichtigt. Die Konferenz wird vom International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change (IHDP, Bonn) organisiert. Weitere Organisatoren sind CIESIN (Center for International Earth Science Information Network, Columbia University, USA), IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis, Laxenburg, Österreich), IGES (Institute for Global Environmental Strategies, Shonan Village, Japan), die United Nations University (UNU, Tokio, Japan) sowie die Universität Bonn als Gastgeber.

Für weitere Informationen zum 6th Open Meeting besuchen Sie bitte die website:>openmeeting.homelinux.org

Ula Löw
Information Officer
IHDP
Walter-Flex-Str. 3
53113 Bonn, Germany
Tel: 49-228-739061
Fax: 49-228-739054
Loew.ihdp@uni-bonn.de

Ula Löw | idw
Weitere Informationen:
http://www.ihdp.org

Weitere Berichte zu: Konsum Nachhaltigkeit Umweltwandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften