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Simulation der Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernteerträge

08.08.2005


Auf Grundlage von mittel- und osteuropäischen Ansätzen zur Modellierung von Bestandsarten wurden Datensätze entwickelt, um Szenarien zum Klimawandel zu verdeutlichen.



Der Klimawandel wirkt sich auf die Bodennutzung und die biologischen Ressourcen aus. Die Integration von landwirtschaftlichen Modellen kann dabei behilflich sein, die Anfälligkeit von Ökosystemen zu bewerten. Am CEE-Projekt (Central and Eastern Europe) haben sich Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und Bulgarien beteiligt, und Gerste, Mais und Weizen wurden für die Bewertungen genutzt. In jedem CEE-Partnerland wurden repräsentative Standorte und Regionen in bedeutenden landwirtschaftlichen Gebieten ausgewählt.



Das wichtigste in den Datensätzen genutzte Simulationstool basierte auf dem ROIMPEL-Modell, bei dem nutzerfreundliche Boden- und Wetterdaten genutzt werden. Das Model kann Ernteerträge messen, die aufgrund der Verfügbarkeit von Erde, Wasser und Stickstoff eingeschränkt werden. Aktualisierte Versionen des ROIMPEL-Modells enthalten überdies Wetterdateien im CERES-Format. Diese können bestandsbestimmende Faktoren wie Wasserbelastung, Tränkung der Böden, Stickstoffbelastung, Saatdatum und die Summe der aktiven Lufttemperaturen, die zwischen dem Keimen und Reifen auftreten, verändern.

Sobald die Simulation der Entwicklung ausgewählter Bestände abgeschlossen war, zeigte sich, dass die Getreideerträge mit den gemessenen Daten übereinstimmten. Außerdem befanden sich die prognostizierten Ernteergebnisse innerhalb annehmbarer Grenzwerte der gemessenen Erträge. Weiterhin wurden verschiedene statistische Kriterien genutzt, um den Wert der Leistung des Simulationsmodells zu bestimmen.

Die Auswirkungen des Klimawandels wurden untersucht, wobei sich eine kürzere Wachstumsperiode für die spezifischen Bestände in den jeweiligen CEE-Ländern zeigte. Das Simulationsmodell nutzte die phänologische Entwicklung, den endgültigen Ernteertrag und die Anfälligkeit des Ertrages gegenüber Veränderungen in der CO2-Konzentration als Vergleichspunkte.

Alle gewonnenen detaillierten Ergebnisse beinhalten Informationen, die Landwirte in den CEE-Ländern beeinflussen können. Somit kann die Landwirtschaftspolitik hoffentlich den zu erwartenden Veränderungen gerecht werden, indem Maßnahmenpläne entwickelt und ständig aktualisiert werden. Nur so kann die Landwirtschaft mit den Auswirkungen des Klimawandels Schritt halten.

Dr. Vesselin Alexandrov | ctm
Weitere Informationen:
http://www.meteo.bg

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