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Stopp dem Schilfsterben: Forscher packen europaweites Problem an

27.07.2005


Suche nach Gründen und Auswegen – Deutsche Bundesstiftung Umwelt gibt 532.000 Euro

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Den Seen in Europa geht das Schilf aus. Wo früher hundert Hektar Schilf standen – beispielsweise in der Holsteinischen Schweiz –, sind heute ge-rade mal zehn geblieben. Eine Katastrophe für Wasservögel und Fische, denen Nahrung und Unterschlupf verloren geht. Aber warum stirbt das Röhricht in ganz Europa? Nach Antworten sucht ein Team aus Wissenschaftlern, das mit rund 532.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt wird. „Nur wenn die Ursache für das europaweite Schilfsterben gefunden wird, kön-nen wir handeln. Und nur wenn wir handeln, können wir helfen, ein wertvolles und hoch komplexes Ökosystem zu bewahren,“ sagt DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers.

Forscher des Biozentrums Klein Flottbek der Universität Hamburg, des Ökologie-Zentrums der Universität Kiel und der Limnologischen Station der Technischen Univer-sität München wollen gemeinsam dem Rätsel des Röhrichtsterbens auf die Spur kom-men. Unterstützt von zahlreichen regionalen Partnern, untersuchen die Wissenschaft-ler zunächst die Gründe für den Schilf-Rückgang am Beispiel der Seen der Holsteini-schen Schweiz. Anschließend sollen verschiedene Methoden zum Schutz des Röh-richts und zur Wiederansiedlung von Wasservögeln getestet werden.


„Die Renaturierung ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz“, sagt Elpers, „und kann hel-fen, den Konflikt zwischen den Zielen des Vogel- und des Röhrichtschutzes zu lösen.“ Denn größere Wasservögel wie Schwäne fressen bevorzugt junge Schilftriebe. Bislang werden Zäune eingesetzt, um den Kahlschlag zu stoppen – nicht immer mit Erfolg.

Franz-Georg Elpers | DBU-Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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