Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Senkung des Murenrisikos in Europa

26.07.2005


Muren können verheerende Folgen haben und wirtschaftliche Vorhaben sowie das Leben vieler Europäer ernsthaft gefährden. Die Minimierung der Gefahren, die von einem der tödlichsten Naturphänomene ausgehen, war Ziel des THARMIT-Projekts.



Muren sind schnelle, kraftvolle und oftmals heftige Wasser- und Schuttströme aus Erde, Pflanzen, Gestein und anderen Materialien. Sie können an unseren Ökosystemen und den von Menschen geschaffenen Bauwerken erhebliche Schäden anrichten. Die europäischen Alpen und andere Bergregionen sind besonders anfällig für Muren. Glücklicherweise können die während des EESD-Projekts THARMIT gewonnenen Kenntnisse dazu beitragen, die mit Muren verbundenen Risiken einzuschränken.

... mehr zu:
»Arbonne »Muren »Prozess


Das THARMIT-Projekt umfasste eine Reihe von Modellstudien, die sich auf die Strömungslehre von Muren richteten. Das vom Beratungsunternehmen Itasca erstellte FLAC-Modell (Fast Lagrangian Analysis of Continua) wurde genutzt, um die verschiedenen Auslöser von Muren zu untersuchen. Muren können durch natürliche geologische Prozesse wie zum Beispiel Erosion hervorgerufen werden. Aber auch das menschliche Eingreifen in die Natur, zum Beispiel Veränderungen der Bodennutzung, kann Muren auslösen. Die Entwicklung des lokalen Wasserspiegels spielt ebenso eine wichtige Rolle.

Die Bergregion von Arbonne in Südfrankreich wurde als Untersuchungsstandort ausgewählt. Die entwickelten Szenarien basierten auf einer Reihe von Auslösemechanismen, wobei das Modell Informationen über die Geschwindigkeit und die Richtung der Mure sowie über den Transport und die Ablagerung von Gesteinsmassen lieferte.

Neben der Modellierung der Auswirkungen von Muren bemühte man sich auch um die Bestimmung der meteorologischen Bedingungen, die Muren begünstigen. Für diesen Prozess waren drei Faktoren ausschlaggebend: der vorher existierende Sättigungsgrad des Bodens, die Niederschlagsmenge und die Niederschlagshäufigkeit. Wie zu erwarten war, ist es sehr wahrscheinlich, dass große Mengen Niederschlag in einem kurzen Zeitraum ein solches Naturereignis auslösen. Andere extreme Wettersituationen, wie zum Beispiel plötzliche Temperaturanstiege, die Schneemassen schmelzen lassen, wurden ebenso als Auslöser identifiziert.

Die während der Modellierübungen gewonnenen Kenntnisse werden zur Entwicklung von Risikoanalyse- und -managementprogrammen für Regionen wie Arbonne genutzt, in denen das Auftreten von Muren sehr wahrscheinlich ist. Es besteht Interesse an weiterer Unterstützung, um die Modellierung der Murgänge weiterhin zu verbessern.

Prof. Roger Cojean | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ensmp.fr

Weitere Berichte zu: Arbonne Muren Prozess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Den Trends der Umweltbranche auf der Spur
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas
17.10.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz