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Plasmatechnologie zur Aufbereitung von Abfallgemischen

21.07.2005


Es wurde eine umweltfreundliche Plasmatechnologie zur effektiven gleichzeitigen Aufbereitung von anorganischen und organischen Abfallstoffen entwickelt.



Ascheabfälle aus medizinischer und industrieller Produktion gelten als potenziell toxisch, da sie mit Schwermetallen, Furanen und Dioxinen angereichert sind. Vor Inkrafttreten der Richtlinie 91/156/EEC wurden diese Abfallstoffe auf Deponien innerhalb der EU entsorgt, was ein hohes Risiko der Versickerung ins Grundwasser mit sich bringt. Eine weitere Klasse von gefährlichen Abfällen sind verseuchte Ölabfälle, Pestizide und gebrauchte Chemikalien, die normalerweise in Zwischenlagern entsorgt werden.



Alternativ dazu eignen sich diese toxischen Sonderabfälle potenziell sehr gut zur Herstellung von hochwertigen Baumaterialien, wenn sie mit geeigneten Verfahren aufbereitet werden. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen des Projekts WASTILE die Plasmatechnologie zur Aufbereitung von toxischen Verbrennungsrückständen und Gefahrenstoffen eingesetzt, um daraus hochwertige Baustoffe zu gewinnen. Durch den Einsatz der Plasmasystemtechnologie für die gleichzeitige Aufbereitung zweier unterschiedlicher Abwassertypen konnten die Forscher höherwertige, ungiftige und umweltfreundliche Stoffe gewinnen.

Einer dieser Abwassertypen besteht fast vollständig aus anorganischen Stoffen wie medizinischen und industriellen Verbrennungsrückständen (Asche, Filterablagerungen und Sedimente). Der andere Typ besteht aus organischen Stoffen. Dabei handelt es sich um gefährliche flüssige oder feste Chemieabfälle wie polychlorierte Biphenyle (PCB Poly-Chlorinated Biphenyls), Festölfiltrate, Pestizide und gebrauchte chemische Reagenzien. In Labortests wurden ein anorganisches Abwasser aus medizinischen Verbrennungsrückständen sowie ein organisches Gefahrgut-Abwasser verwendet, das PCBs mit Transformatorenöl enthält.

Die Ergebnisse zeigten, dass die feste Schlüsselkomponente - Kohlenstoff - ab einer bestimmten Temperatur in Siliziumkarbid (SiC) umgewandelt werden kann. Wird die Menge der beigemischten organischen Substanzen vergrößert, erhöht sich der SiC-Gehalt und folglich auch die Härte des Stoffs. Des Weiteren wurden die Wechselwirkungen zwischen den Inhaltsstoffen des Abfallmaterials und den Eigenschaften des Aufbereitungsprodukts umfassend untersucht, wodurch neue Erkenntnisse im gegenwärtig noch unerforschten Bereich der Aufbereitung organischer Abfallstoffe gewonnen werden konnten.

Krystyna Cedzynska | ctm
Weitere Informationen:
http://www.p.lodz.pl/english/aindex.html

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