Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bedeutendes Moorgebiet in Süddeutschland dauerhaft sichern

19.07.2005


Trittin: 4 Millionen Euro für „Pfrunger-Burgweiler Ried“



Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute das Naturschutzgroßprojekt "Pfrunger-Burgweiler Ried“ in Baden-Württemberg besucht. „Wir wollen eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands dauerhaft sichern und erhalten“, sagte Trittin zum Abschluss der Planungsphase des Vorhabens. Der Bund hat dafür 4 Millionen Euro bereit gestellt. Der Bundesumweltminister würdigte insbesondere das Engagement der Region, die mit einer Stiftung das Projekt zielstrebig voran treibt. „Die Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung in die Planung ist hier beispielhaft gelungen“, so Trittin.



In der Stiftung für das Naturschutzgroßprojekt "Pfrunger-Burgweiler Ried“ haben sich die Landkreise Ravensburg und Sigmaringen, die Gemeinden Ostrach, Königseggwald, Riedhausen und Wilhelmsdorf sowie der Schwäbische Heimatbund zusammen gefunden. Der geplante Kernbereich des Gebietes umfasst auf einer Fläche von 1.452 Hektar eine Vielfalt unterschiedli-cher Moortypen, zum Beispiel so genannte Durchströmungsmoore sowie ein hier natürlicherweise vorkommendes Bergkiefern-Hochmoor. Das Gebiet beherbergt eine Vielzahl bedrohter Pflanzen- und Tierarten wie Alpen-Fettkraut, Kleines Knabenkraut, Große Bartfledermaus, Europäische Sumpfschildkröte, Kreuzotter und Laubfrosch.

Zu den geplanten Maßnahmen, die in einer zweiten Projektphase bis zum Jahr 2012 umgesetzt werden sollen, gehören die Wiederherstellung eines möglichst naturnahen Wasser- und Nähstoffhaushaltes in Teilen des Projekt-Kerngebietes. Die Erhaltung und Stabilisierung von Feuchtgrünland soll unter anderem dem Weißstorch zu Gute kommen. Die Kosten für die bevorstehenden Maßnahmen sind mit rund 6,22 Millionen Euro veranschlagt, an denen sich der Bund mit rund 4,0 Millionen Euro beteiligen soll. Die Durchführung der zweiten Phase soll acht Jahre dauern. Die Bereitstellung der dafür notwendigen Fördermittel will die Stiftung in Kürze beantragen.

Mit dem Förderprogramm für Naturschutzgroßprojekte unterstützt der Bund die Bundesländer mit dem Ziel, großflächige, gesamtstaatlich repräsentative und besonders wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Die Fläche aller 63 seit 1979 laufenden und bereits abgeschlossenen Förderprojekte beträgt rund 200.000 Hektar, für die insgesamt rund 300 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereitgestellt wurden. Die Projekte werden durch das Bundesamt für Naturschutz betreut.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Moorgebiet Naturschutzgroßprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie