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Trittin: Klimawandel trifft die Alpen besonders hart

13.07.2005


Auf die Bedeutung des Klimaschutzes fuer die Alpenregion hat Bundesumweltminister Juergen Trittin aufmerksam gemacht. Anlaesslich einer Wanderung mit Vertretern des Deutschen Alpenvereins im Nationalpark Berchtesgaden sagte der Minister: „Im sensiblen Oekosystem Alpen ist der Klimawandel am dramatischen Rueckgang der Gletscher und an zunehmenden Naturgefahren wie Lawinen und Hochwasser besonders spuerbar.“ Trittin sprach sich fuer eine Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz und dem Schutz der biologischen Vielfalt aus: „Noch sind die Alpen reich an verschiedensten Lebensraeumen und Arten. Diesen Reichtum wollen wir erhalten.“



Der Bundesumweltminister informierte sich ueber Aktivitaeten, die einen umweltgerechten Tourismus im Berchtesgadener Land staerken. In einem vom Bundesumweltministerium gefoerderten Projekt entwickeln Akteure aus der regionalen und lokalen Tourismuswirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft, dem Handwerk, den Gebietskoerperschaften, den Natur- und Umweltschutzverbaenden, Sport- und Freizeitorganisationen ein Leitbild fuer die nachhaltige Tourismusentwicklung ihrer Region.

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Vor Ort ueberzeugte sich Trittin von der konkreten Umsetzung der unter deutschem Vorsitz der Alpenkonferenz gefassten Beschluesse, ein grenzuebergreifendes oekologisches Netzwerk der Schutzgebiete aufzubauen. Der Nationalpark Berchtesgaden und die Naturschutzgebiete Kalkhochalpen und Tennengebirge koennten den ersten oesterreichisch-deutschen grenzuebergreifenden Schutzgebietsverbund bilden.

Deutschland hatte die Themen Klimawandel und Naturgefahren, oekologischer Tourismus und grenzuebergreifender oekologischer Verbund waehrend des Vorsitzes von der Alpenkonferenz 2003/2004 besonders betont. Fuer 2005/2006 hat Oesterreich die Praesidentschaft uebernommen und fuehrt die Initiativen auf Grundlage des Arbeitsprogramms der Alpenkonferenz fort, das bis 2010 reicht.

Die Alpenkonvention ist das weltweit erste voelkerrechtlich verbindliche Uebereinkommen zum Schutz einer Bergregion. Das 1991 unterzeichnete Rahmenuebereinkommen trat 1995 in Kraft. Zu den Vertragsparteien gehoeren alle acht Alpenstaaten (Deutschland, Oesterreich, Liechtenstein, die Schweiz, Frankreich, Monaco, Italien und Slowenien) sowie die Europaeische Union.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

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