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Ein Modell zur Bewertung der Anfälligkeit regionaler Ökosysteme

06.07.2005


Das Management der agrarwirtschaftlichen Landnutzung in Europa hat grundlegende Auswirkungen auf die biologische Artenvielfalt. Im Rahmen eines europäischen Projekts wurde ein Modell entwickelt, mit dem die Geschwindigkeit des Aussterbens verschiedener Spezies auf regionaler Ebene sowie die voraussichtlichen Auswirkungen auf das Ökosystem der Region abgeschätzt werden können.



Isolierte Regionen zum Schutz von Lebensräumen sowohl für Fauna als auch Flora sind, wie neue Forschungsarbeiten belegen, nicht so erfolgreich, wie die Menschen gerne glauben würden. Genau genommen leiden im Fall von Tieren sogar viele Wander- und Übergangsspezies in isolierten Regionen; deshalb sind neue Denkweisen - und unterstützende Hinweise - erforderlich.



Um dies zu erreichen, wurden die bestehenden Wirkungsmodelle für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Artenverteilung und Habitatunterteilung in einen allgemeinen Rahmen integriert, mit dem die Auswirkungen innerhalb von Sektoren und Disziplinen künstlich nachempfunden werden können.

Das ALCOR-Modell untersuchte die geographische Verteilung unterschiedlicher Spezies sowie deren ökologischen und umweltbedingten Rahmen. Das Modell erzeugt Landkarten, auf denen sowohl die Verbindungen als auch die Schneisen zwischen ähnlichen ökologischen Habitaten gezeigt werden. Zusätzlich dazu dient es als Rahmen zur Abschätzung der geographischen Auswirkungen auf regionaler Ebene auf das Aussterben jeder Population hinsichtlich der regionalen Ebene.

Das Modell berechnet, wie die verschiedenen Spezies unter verschiedenen Klima- und Landnutzungsbedingungen miteinander verbunden sind. Folglich kann es die Planung eines idealen Netzwerks von Naturschutzgebieten unterstützen. Darüber hinaus trägt es zur Abschätzung der Auswirkungen auf das Umfeld von Arbeiten öffentlicher Instanzen bei und kann Kostenschätzungen für den Naturschutz verschiedener Spezies auf regionaler Ebene erstellen.

Das ALCOR-Modell steht zur vollen Anwendung bereit. Um das Modell weiterzuentwickeln, werden im Rahmen des Projekts Softwareentwicklungsunternehmen mit Erfahrungen auf dem Gebiet der geographischen Informationssysteme gesucht. Die Unternehmen könnten das Projekt bei der Entwicklung einer Benutzerschnittstelle, gegebenenfalls bei der Verbesserung des Codes sowie bei der Einführung des Modells auf Märkten und bei Endnutzern unterstützen.

Dr. Gabriel del Barrio | ctm
Weitere Informationen:
http://www.eeza.csic.es

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