Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwebstäube - Tod vom Allerfeinsten

22.08.2001


Der Verdacht erhärtet sich, dass feine Schwebstäube in der Luft Atemwegserkrankungen, insbesondere Asthma und Bronchitis, sowie Herzkreislaufbeschwerden verursachen und sogar tödlich wirken können, dies berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer neuen Ausgabe. In Deutschland wird derzeit ein landesweites Messnetz für Schwebstäube erst aufgebaut, deshalb fehlen fundierte Schätzungen, wie groß die Gesundheitsschäden sind. Legt man entsprechende Zahlen aus den Nachbarländern Frankreich, Schweiz und Österreich zugrunde, dann sind jährlich rund 40 000 vorzeitige Todesfälle, mehr als 290 000 Episoden kindlicher Bronchitis und über 500 000 Asthmaanfälle zu erwarten.

Die EU-Umweltkommissarin Margot Wallström sagte in einem Interview mit der ZEIT, dass trotz großer Fortschritte in der Luftreinhaltung "die Verschmutzung mit Mikropartikeln immer noch ein ernsthaftes Problem darstellt". Die Forschung stehe zwar noch am Anfang, aber es "sei ziemlich klar, dass wir nicht tatenlos dasitzen können", meinte sie. "Deshalb schauen wir nach verschiedenen Wegen, die Emissionen von Feinstäuben aus einer Vielzahl von Quellen zu reduzieren, auch beim Straßenverkehr. Die bereits geltenden Gesetze werden wahrscheinlich die Hersteller von Schwerlastern zwingen, ab 2005 Rußfilter einzubauen, und wir prüfen eine Verschärfung der Emissionsstandards für andere Fahrzeugkategorien."

Der Experte Erich Wichmann, Direktor des Instituts für Epidemiologie am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München kritisiert, dass das entstehende deutsche Messnetz nicht empfindlich genug ist, insbesondere für den besonders gefährlichen lungengängigen Feinstaub und für ultrafeine Partikel. Seit Jahren werden diese Stäube in den Vereinigten Staaten gesondert gemessen. Wegen ihres hohen gesundheitlichen Gefährdungspotentials plant die US-Umweltbehörde auch einen gesonderten Grenzwert für Feinstaub, der besonders tief in die Lunge eindringt.

Elke Bunse | ots

Weitere Berichte zu: Bronchitis Feinstaub

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wie verändert der Verlust von Arten die Ökosysteme?
18.05.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie