Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapsöl erobert neue Schmierstoffklasse - umweltfreundliches Getriebe-Hydrauliköl entwickelt

16.08.2001


Mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gelang es den John-Deere-Werken Mannheim nun, neue Maßstäbe bei Traktorenschmierstoffen zu setzen. Ihr Getriebe-Hydrauliköl Bio-Hy-Gard II ist nicht nur zu mindestens 90 Prozent biologisch abbaubar, das Rapsölprodukt ist zudem höheren und niedrigeren Betriebstemperaturen gewappnet als sein Vorgänger.

... mehr zu:
»FNR

Mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gelang es den John-Deere-Werken Mannheim nun, neue Maßstäbe bei Traktorenschmierstoffen zu setzen. Ihr Getriebe-Hydrauliköl Bio-Hy-Gard II ist nicht nur zu mindestens 90 Prozent biologisch abbaubar, das Rapsölprodukt ist zudem höheren und niedrigeren Betriebstemperaturen gewappnet als sein Vorgänger.

Bio-Hy-Gard II ist bereits das zweite Pflanzenölprodukt für Maschinen mit gemeinsamem Ölhaushalt von Getriebe und Hydraulik. Mit seiner Umweltfreundlichkeit sticht es den Vorgänger jedoch deutlich aus. Drei Jahre arbeiteten die Wissenschaftler bei John-Deere daran, die Qualitäten des Ökoprodukts zu steigern. Nicht nur für die giftigen Zusatzstoffe mussten sie Ersatz finden, zugleich galt es die Spanne der möglichen Betriebstemperaturen deutlich auszuweiten.


Nachdem Mischungen gefunden waren, die die ökologischen Vorgaben erfüllten, liefen erste Anwendungstests an. Ein Getriebeöl muss bei unterschiedlichen Temperaturen ein ausgewogenes Fließverhalten aufweisen und darf in der Maschine nicht schäumen. Dass die Dichtungsmaterialien davon nicht angegriffen werden dürfen, versteht sich von selbst.

Hatte sich die Anzahl der Mischungen bis dahin schon deutlich reduziert, ging es bei den Prüfstandsuntersuchungen dann härter zur Sache. Bei Bremsvorgängen gegen den Motor wurden am aufgebockten Schlepper nicht nur das Betriebsverhalten der Bremsen, sondern auch das der Zapfwellen- und der Frontantriebskupplung erprobt. Fielen dabei schon reihenweise Kandidaten aus dem Rennen, erwies sich die anschließende Prüfstandserprobung zum Verschleiß des Kegeltriebs im Differential als echte Hürde. Nur ein Kandidat schaffte es bis hierhin, nicht jedoch ohne ein lautes Quietschen der Bremsen zu verursachen.

Auf der Suche nach noch leistungsfähigeren neuen Varianten in Anlehnung an den Favoriten wurden die Wissenschaftler tatsächlich fündig. Das von Ihnen entwickelte Bio-Hy-Gard II bot allen Grund zur Freude: es ist nicht nur weitaus temperaturstabiler als sein Vorgänger, sondern übertrifft mit 92 Prozent biologischer Abbaubarkeit sogar die ökologischen Erwartungen. Erfüllen die jetzt laufenden Feldtests die in sie gesetzten Erwartungen, wird Bio-Hy-Gard II voraussichtlich 2002/2003 im Handel erhältlich sein. Details zum Projektverlauf sind auf einem Projektblatt nachzulesen, das bei der FNR erhältlich ist.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
E-Mail: info@fnr.de

V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte



Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

Weitere Berichte zu: FNR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik