Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder eine Heimat geben

17.05.2005


Der Naturschutzbund NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Zu diesem Zweck hat der NABU am heutigen Dienstag in Berlin ein Aufklärungs-Projekt für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet. "Wir wollen der Mär vom ’bösen Wolf’ aktiv entgegenwirken. Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe sich sehr gut an unterschiedliche Lebensräume anpassen können ", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Vorstellung des NABU-Wolfsaktionsplans in Berlin. Die Nähe des Menschen störe die sehr scheuen Tiere nicht, wenn Rückzugsgebiete vorhanden sind, in denen sie ungestört leben und ihren Nachwuchs aufziehen könnten. "Es ist aktuell davon auszugehen, dass in Sachsen wieder etwa sechs bis zehn Wölfe leben", so Tschimpke. Damit seien die Tiere nach fast 100 Jahren wieder heimisch in Deutschland.

... mehr zu:
»Akzeptanz »Lupus »Volkswagen »Wölfen

Neben einer bundesweiten Kampagne mit Informationen zur Wiedereinwanderung von Wölfen in Deutschland soll ein Netzwerk von NABU-Wolfsbetreuern in Nordost-Sachsen sowie in allen anderen für die Einwanderung von Wölfen geeigneten Regionen in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut werden. Dabei wird der NABU eng mit dem Wildbiologischen Büro LUPUS in Spreewitz (Sachsen) zusammenarbeiten. LUPUS beobachtet die Entwicklung des Wolfsbestands im Auftrag Sachsens und berät die Schäfereien im Wolfsgebiet. Die Tiere nutzen derzeit ein etwa 600 bis 700 Quadratkilometer großes Gebiet im sächsischen Nordosten. "Der vom NABU geplante Aufbau eines ehrenamtlichen Wolfsbetreuernetzes ist sinnvoll und wird von uns unterstützt", sagte Ilka Reinhardt von LUPUS. Als erster Schritt in die Richtung ist im Herbst ein fünftägige Schulung zum Erkennen und Interpretieren von Spuren geplant.

Unterstützt wird das NABU-Projekt von dem Anbieter für Outdoorausrüstung, Jack Wolfskin, und dem Automobilkonzern Volkswagen AG. Jack Wolfskin engagiert sich bereits seit mehreren Jahren in der Wolfsforschung. So war das Unternehmen 1993 an der Entstehung eines europäischen Wolfsforschungsprojektes in den rumänischen Karpaten beteiligt. Manfred Hell, Chief Executive Officer von Jack Wolfskin: " Nach den Erfolgen unseres Rumänienprojektes freuen wir uns natürlich ganz besonders, nun ein Wolfsprojekt im eigenen Land unterstützen zu können. Auch in Sachsen sind Aufklärung und Information die wichtigsten Aufgaben. Die wenigsten Menschen wissen, dass der Wolf eines der scheuesten Wildtiere und extrem schwer in freier Wildbahn zu beobachten ist."


Günter Sager, Leiter Umwelt- und Arbeitsschutz der Volkswagen AG, freut sich ebenfalls auf das Projekt: "Mit dem NABU verbindet uns seit mehr als vier Jahren eine sehr gute Kooperation, die wir jetzt gerne mit dem Projekt ’Willkommen Wolf’ weiter ausbauen. Dem Wolf fühlen wir uns in vielerlei Hinsicht verbunden, insbesondere da Volkswagen seinen Konzernsitz in Wolfsburg hat. Damit ist uns als Wolfsburgern dieses Projekt zur Akzeptanz der Wölfe in Deutschland praktisch wie auf den Leib geschneidert."

Kathrin Klinkusch | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.nabu.de

Weitere Berichte zu: Akzeptanz Lupus Volkswagen Wölfen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise