Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Feinstaub aus Verkehr mindern: Umweltzonen und Dieselplaketten einführen.

10.05.2005


Partikelfilterförderung nicht Nonplusultra

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung sowie die Länder und Kommunen aufgefordert, außer der morgen vom Bundeskabinett zu beschließenden Rußfilter-Förderung weitere Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung umzusetzen. Neben den von Bundesumweltminister Jürgen Trittin vorgeschlagenen Farb-Plaketten für rußarme Fahrzeuge gehöre dazu die Einrichtung weiträumiger Umweltzonen. Der zunehmende Ausflugs- und Ferienverkehr verstärke die Gefahr, dass neben München, Berlin, Leipzig, Hannover, Düsseldorf, Dresden, Dortmund und Braunschweig in Kürze weitere Städte die Feinstaubgrenzwerte an mehr als den erlaubten 35 Tagen überschreiten würden. Deshalb müssten sowohl die Ausgabe von Plaketten als auch die Ausweisung von Umweltzonen noch vor Ferienbeginn ermöglicht werden.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Die Ausrüstung von Dieselautos mit Partikelfiltern ist zwar nicht das Nonplusultra bei der Bekämpfung des Feinstaubs. Diese Maßnahme ist jedoch genauso wichtig wie die Kennzeichnung von Dieselstinkern mit Farbplaketten. Mit der steuerlich geförderten Nachrüstung und durch den ausschließlichen Gebrauch gefilterter Dieselautos kann jede Autofahrerin und jeder Autofahrer nun für saubere Luft sorgen. Damit wird eine Umwelttechnik durchgesetzt, der sich die deutsche Autoindustrie viel zu lange verweigert hat."

Die Feinstaubbelastung in den Großstädten lasse sich etwa um ein Viertel senken, wenn großflächige Umweltzonen eingerichtet und Dieselautos ohne Partikelfilter daraus verbannt würden. Unverzichtbar sei zudem die Einführung der Euro-6-Norm für LKW, damit sich auch in diesem Bereich der Stand der Technik durchsetze.

Neben den Belastungen aus dem Straßenverkehr hätten auch Industrieanlagen, Kraftwerke, Haushalte, Erdarbeiten und Baustellen noch große Potentiale zur Reduzierung des Feinstaubs.

Timm: "Feinstaub hat viele Ursachen. Wir können und müssen sie gleichzeitig angehen. Die Städte und Kommunen warten darauf, möglichst schnell Umweltzonen auszuweisen und den darin einfahrenden Verkehr zu begrenzen. Der Bundesrat darf dies nicht hinauszögern, denn auch die Opposition steht in der Verantwortung, alles für den Schutz der Gesundheit der Menschen zu tun. Pro Jahr 65000 vorzeitige Sterbefälle durch Feinstaub in Deutschland - diese Zahl hat die neueste EU-Studie ermittelt - sind genau 65000 zuviel."

Umweltzonen sollten nach Ansicht des BUND möglichst großflächig ausgewiesen werden, damit es nicht zur Verlagerung von Verkehrsströmen in die Randgebiete komme. Begünstigt würden dann lediglich die Einkaufszentren auf der "grünen Wiese".

Rüdiger Rosenthal | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bund.net

Weitere Berichte zu: Dieselautos Dieselplaketten Feinstaub Umweltzonen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Das Schweigen der Hummeln
15.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Nachhaltige Wasseraufbereitung löst Algenprobleme
26.10.2017 | SCHOTT AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte