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Verbesserte Verwaltung der EU-Fischereien

10.05.2005


Das Management natürlicher Ressourcen betrifft viele Interessengruppen und beeinflusst die Existenz eines beträchtlichen Teils der europäischen Bevölkerung. Für neue Wege zur Verbesserung des Managements und der Nutzung dieser Ressourcen mussten die Ziele all dieser Interessengruppen betrachtet und gegen einander abgewogen werden.



Die europäische Fischerei wird als eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen, die landwirtschaftliche Gemeinden, Konsumenten und andere Interessenvertreter beeinflusst, durch die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) geregelt. Die Erhaltung der Ressourcen und das Verwaltungssystem bilden einen Teil der GFP und im Rahmen des europäischen MOFISCH-Projektes den Hauptschwerpunkt. Unterschiedliche Gruppen geben den Zielen, die durch die GFP gesetzt wurden, unterschiedliche Gewichtungen. Darüber hinaus erwarten sie unterschiedliche Dinge von der umgesetzten Politik, und ihre Kritik an dieser Politik basiert meistens auf ihren eigenen Zielsetzungen.



Im Rahmen des MOFISH-Projektes wurde eine Analyse dieser unterschiedlichen Ziele der europäischen Fischerei durchgeführt, die die Möglichkeiten und Ziele aller Interessengruppen wie Fischer, Konsumenten und Biologen berücksichtigt. Auf der Grundlage der erhaltenen Analyse wurden Modelle konstruiert, welche die notwendigen Gegenleistungen wiedergeben, die für eine entsprechende Verwaltung der EU-Fischerei benötigt werden.

Der erste Schritt in diesem Prozess, der zum ersten Mal in diesem großen Umfang für die europäische Fischerei durchgeführt wurde, war die Auswahl und die Umsetzung des richtigen Verfahrens. Dieses Verfahren sollte die Ziele ermitteln, die von allen Interessengruppen gesetzt wurden, und eine formelle Hierarchie der festgelegten Ziele entwickeln. Die entstandenen Modelle beschreiben mehrere unterschiedliche Ressourcenmanagementszenarien, die sich besonders auf die europäische Fischerei beziehen.

Dieses Verfahren ist das erste seiner Art, das für das Management einer so umfangreichen und komplexen Ressource entwickelt wurde. Damit konnten wichtige Interessengruppen und ihre Zielstrukturen ermittelt werden. Ferner basiert es auf der realistischen Voraussetzung, dass nicht alle Ziele gleichzeitig erreicht werden können. Die notwendigen Gegenleistungen bilden einen Teil der entwickelten Modelle, was ihre Richtigkeit noch unterstreicht. Interessengruppen wie Fischereigemeinschaft, Lebensmittelindustrie, Umweltschützer und Verbraucher wurden mit in dieses Projekt einbezogen und können von der Umsetzung dieser Modelle und der realisierbaren Verwaltung der EU-Fischerei profitieren.

Dr. Simon Mardle | ctm
Weitere Informationen:
http://www.port.ac.uk/departments/economics/cemare

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