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Die Unterstützung umweltfreundlicher Innovationen in Europa

13.04.2005


Europas Wirtschaftsgemeinschaft verfolgt umweltfreundliche Innovationen nicht so gut, wie es möglich wäre. Empfehlungen aus dem ENVINNO-Projekt streben danach, die Situation zu korrigieren.



Das Bedürfnis, nachhaltige Entwicklungspraktiken zu fördern, war niemals zuvor größer. Die Auswirkungen der zuvor ungeprüften Entwicklung werden bereits in Form ernsthafter Umweltprobleme wahrgenommen.

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Im Rahmen des ENVINNO-Projekt wollten die Forscher versuchen, die Leistung europäischer Unternehmen auf diesem Gebiet messen. Hintergrundrecherche, Intervies, Fallstudien und Workshops bildeten die Grundlage des Projekts.

Da die gegenwärtige Sachlage nicht so viel versprechend ist, wie erhofft, wurden direkte Empfehlungen gemacht, um die richtige Richtung zu weisen. In der Wirtschaftgemeinschaft ist das Wort "Umwelt" noch immer mit Kosten, Risiken und anderen negativen Begriffen verbunden. Aus diesem Grund müssen Umweltpolitik (Environmental Policy - EP) und ökologieorientierte Technologiepolitik (Ecology-oriented Technology Policy - ETP) von einem starken öffentlichen Marketingschema begleitet werden. Die Vorschläge umfassen Preisverleihungen für ökologische Trendsetter.

Viele der EP- und ETP-Empfehlungen überschneiden sich mit denen der traditionellen europäischen Innovationspolitik. Von besonderer Bedeutung ist die Einbeziehung der ökonomischen Komponente in die Innovation; die Wissenschaft allein reicht nicht aus. Die Erfindung einer neuen ökologischen Technologie muss mit einer tief gehenden Untersuchung des potenziellen Marktes, insbesondere der Fedbacks von anderen Verbindungen in der Zulieferkette einhergehen.

Die ENVINNO-Teilnehmer betonen auch die Wichtigkeit der Entwicklung einer gut definierten und dennoch flexiblen EP. Die Politik muss an die sich ändernden Marktbedingungen und die sich konstant entwickelnden ökologischen Standrads und Ziele anpassbar sein. Alle Interessenvertreter sollten in den Prozess einbezogen und Netzwerke sollten erstellt werden, die den Wissens- und Technologietransfer sowie die Bildung von Partnerschaften unterstützen. Letzendlich muss die ETP mit der EP harmonisiert werden.

Darüber hinaus wurde die mangelnde Finanzierung als Haupthindernis definiert, deshalb sollten sich die beschränkten Finanzierungsmöglichkeiten auf solche Projekte richten, die ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Technologie und Geschäftssinn schaffen. Weitere Anreize könnten durch die Etablierung grüner Märkte geschaffen werden.

Der Aufbau auf diesen Empfehlungen wird die Änderungen in der europäischen Geschäftskultur unterstützen, die notwendig sind, um nachhaltige Entwicklung Realität werden zu lassen.

Uwe Schubert | ctm
Weitere Informationen:
http://www.wu-wien.ac.at

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