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Wolf, Biber, Feldhamster und Frauenschuh gehören zum Europäischen Naturerbe

23.02.2005


Bundesamt für Naturschutz informiert über die geschützten Arten der FFH-Richtlinie



Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute eine neue Veröffentlichung als Hilfestellung zum Umgang mit den Arten der Fauna-Flora-Habitat-(FFH-)Richtlinie in Deutschland vorgestellt. "Damit liegen erstmals die relevanten Grundlagendaten für FFH-Arten gebündelt vor, die bei der Umsetzung der europäischen Richtlinie z. B. bei Fragen der Planung, zu Berichtspflichten und bei Umweltverträglichkeitsprüfungen benötigt werden", sagte BfN-Präsident, Professor Dr. Hartmut Vogtmann. "Die Veröffentlichung ist aber auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger wichtig, die erfahren wollen, warum z.B. der Feldhamster in Deutschland eine bedrohte Art ist und was man zu ihrem Schutz tun kann", so Vogtmann weiter.

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In dem zweibändigen Werk werden alle in Deutschland heimischen Arten, die unter die FFH-Richtlinie fallen, mit Steckbriefen detailliert vorgestellt. Sie enthalten den wissenschaftlichen und deutschen Artnamen mit EU-Code, Angaben zur Systematik/Taxonomie, zu den artspezifischen Kennzeichen, zur Verbreitung der Art sowie zur Verantwortlichkeit Deutschlands für die Erhaltung der jeweiligen Art in der EU. Weiterhin werden die wesentlichen Daten zu Biologie und Ökologie, zu Gefährdung und Schutz zusammengestellt sowie weiterführende Hinweise zur Erfassung der Art, zum Forschungsbedarf und zu Art-Experten/innen gegeben. Die mit der EU-Osterweiterung im Mai 2004 für Deutschland neu hinzugekommenen geschützten Arten sind in einer Übersichtstabel-le zum Schutz- und Gefährdungsstatus am Ende von Band 2 berücksichtigt. Bundesweite Rasterverbreitungskarten und Abbildungen zu den Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie runden das Buch ab. Neben Wolf, Feldhamster, Frauenschuh, Biber und Fischotter gehören zu den behandelten Arten auch Luchs, Wildkatze und zahlreiche Fischarten wie Lachs und Äsche.

Die erstmals bundesweit erarbeiteten Informationen sind für Naturschutzbehörden, Planungsbüros, Naturschutzverbände und für Fachinstitutionen der Forst-, Land- und Wasserwirtschaft eine wertvolle Hilfe für die Umsetzung der FFH-Richtlinie, informieren aber auch alle Bürger über die wichtigsten Daten zu den geschützten Arten.

Franz August Emde | idw

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