Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefräßiges Wild rottet Heilpflanzen aus

11.02.2005


Wilder Ginseng in Nordamerika extrem betroffen

... mehr zu:
»Heilpflanzen »Pflanze »Rotwild

Wilder Ginseng, der von Quebec bis Georgia vorkommt, wird die kommenden 100 Jahre nicht überleben, wenn die Wildbestände nicht deutlich zurückgehen. Forscher der University of West Virginia haben festgestellt, dass die Population von Rotwild in den USA deutlich zu hoch sei. Zahlreiche Pflanzen, die in der Heilkunde Verwendung finden, sind dadurch bedroht, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science.

Nicht nur in Ostasien, sondern auch in den USA steht Ginseng als medizinisch verwendete Pflanze ganz oben auf der Liste der am häufigsten geernteten Heilpflanzen. Doch scheinen auch Bambis und deren Eltern diese Pflanze besonders gern zu haben. Einziges Problem: Ginseng wächst extrem langsam. Die Forscher James McGraw und Mary Ann Furedi haben sieben Ginseng-Populationen in West Virginia über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. Damit eine 95-prozentige Chance besteht, ein weiteres Jahrhundert zu überleben, müssen mindestens 800 individuelle Pflanzen existieren.


In Simulationen mit steigender Dichte an Rotwild kamen die Forscher zum Schluss, dass die Zahl der Tiere um die Hälfte zurückgehen müsse, um die Ginsengpopulation lebensfähig zu halten. Die Forscher sehen aber auch andere Pflanzen insbesondere auch junge Bäume durch die dichte Wildpopulation gefährdet. Weitere Untersuchungen sollen folgen.

Ginseng ist in zwei Arten einzuteilen: Den asiatischen Panax ginseng und den amerikanischen Ginseng (Panax quinquefolium). Wilder und kultivierter Ginseng bringt in Kanada und den USA etwa 25 Mio. Dollar jährlich. Der Preis für wilden Ginseng beträgt etwa drei Mal soviel wie jener für die kultivierte Pflanze. Aufgrund des großen Wertes der wilden Art ist der Bestand in den vergangenen Jahren zurückgegangen. In zahlreichen US-Bundesstaaten wie etwa in Missouri ist das Ernten und Sammeln von wildem Ginseng unter Strafe gestellt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wvu.edu
http://www.sciencemag.org

Weitere Berichte zu: Heilpflanzen Pflanze Rotwild

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Plastik stimuliert Bakterien im Meer
17.04.2018 | Universität Wien

nachricht Wälder beeinflussen den globalen Quecksilber-Kreislauf maßgeblich
13.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics