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Invasion der giftigen Kröten

07.02.2005


Australische Behörden: Krieg gegen 100 Mio. Amphibien

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Eigentlich hätten die südamerikanischen Aga-Kröten (Bufo marinus) schädliche Käfer in Zuckerrohrfeldern vernichten sollen. Doch nun werden die seinerzeit 100 Kröten, die 1935 nach Nord-Australien gebracht wurden, zur Landplage. Geschätzte 100 Mio. Tiere bedrohen sämtliche heimischen Arten. Der Versuch Herr der Lage zu werden, ist bis jetzt kläglich gescheitert. Nun rufen die Behörden Private dazu auf, im Kampf gegen die großen Kröten Vorschläge zu bringen, berichtet BBC-Online.

Jährlich holen sich die Invasoren, deren Haut angeblich so giftig ist, dass sogar Krokodile und Giftschlangen daran verenden, mindestens 50 Kilometer Land und wandern weiter. Das Experiment der Einführung fremder Arten ist wieder einmal zu einer Katastrophe immensen Ausmaßes geworden, berichten lokale Medien. Nach dem Verzehr der Kröten sind Dingos, Känguruhs, Wasservögel, Echsen und Schildkröten zugrunde gegangen.


Hinter dem Kopf der monströsen Kröte, Weibchen werden bis zu 26 cm lang und 2,5 Kilogramm schwer, verbergen sich zwei Organe, die das giftige Hautsekret produzieren, die das Amphibium vor Freßfeinden schützen soll. Minuten nach dem Verzehr der Tiere durch ihre Feinde, wirkt dieses Gift. Die Kröten sind nach Angaben der Wissenschaftler in den vergangenen Jahren von Queensland aus Richtung Norden gewandert. Das Klima im tropischen Norden scheinen die Tiere extrem zu lieben, nach wissenschaftlichen Berichten ist die Bevölkerungsdichte der Amphibien in Australien zehn Mal höher als in ihrer ursprünglichen Heimat Venezuela. Nach Berichten vor vier Jahren beruhigten die Behörden die Bevölkerung mit den Worten, dass es sich lediglich um ein temporäres Problem handle. In spätestens fünf Jahren sei das Problem von alleine gelöst hieß es damals. Doch die Kröten waren nicht zu stoppen. Sie sind, was ihre eigene Nahrung anlangt, Generalisten und fressen alles, was kleiner ist, als sie selbst. Laichen können sie in allen Gewässern, egal, ob stehend oder fließend. Sogar im Brackwasser legen die Weibchen bis zu 30.000 Eier monatlich.

Der Erfinder Andrew Arthur will mit einem Lautsprechersystem die Kröten am weiterziehen hindern. Zumindest konnte der Erfinder die Tiere mit Signalen in Fallen locken, wenn sie auf der Suche nach neuen Laichplätzen waren. Mio. Dollar haben die australischen Umweltbehörden im Krieg gegen die Invasoren schon ausgegeben. Kläglich gescheitert sind die Versuche, den Kröten den Weg zum Kakadu-Nationalpark zu versperren. Bis jetzt scheinen die Amphibien den Sieg auf ihrer Seite zu haben.

Weitere Informationen: Queensland Museum http://www.qmuseum.qld.gov.au/features/frogs/canetoad.asp

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.qmuseum.qld.gov.au/features/frogs/canetoad.asp
http://news.bbc.co.uk

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