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Überwachung der Abflüsse von Fischzuchtanlagen im Mittelmeer

25.01.2005


Obwohl in Nordeuropa die Wechselwirkungen zwischen Aquakultur und Umwelt ausgiebig überwacht werden, so ist nur wenig über diese Zusammenhänge im Mittelmeerraum bekannt. Um diese Thematik näher beleuchten zu können, wurden mehrere Richtlinien zur effektiven Kontrolle von marinen Käfig-Fischzuchtanlagen aufgestellt.



Die ökologischen Besonderheiten, das Klima, die Kultur verschiedener Spezies sowie die Unterschiede in der Vielfalt von Flora und Fauna sind einige der Hauptunterschiede zwischen nördlichen und südlichen Meeren. Deshalb unterscheidet sich der ökologische Einfluss von Fischzuchtaktivitäten im Mittelmeer grundlegend von dem im Nordatlantik.



In diesem Zusammenhang können für die Lachszucht aufgestellte Modelle, Richtlinien, Überwachungsverfahren und ökologische Qualitätsstandards nicht für die Fischzucht im Mittelmeerraum eingesetzt werden. Zusätzlich dazu wurde beobachtet, dass Wolfsbarsch und Goldbrasse in den letzten zehn Jahren zwei der in diesem Gebiet bevorzugt kultivierten Spezies waren.

Im Rahmen des MERAMED-Projektes richtete man sich auf die nachhaltige Entwicklung der Aquakultur-Branche sowie das effektive Management der Küstenzone im Mittelmeer und stellte Richtlinien zur Überwachung der Aquakultur auf. Unter Berücksichtigung des Ausmaßes und der Komplexität von Käfigzuchtaktivitäten beinhalten diese Richtlinien effiziente Methoden zur regelmäßigen Beobachtung ihres ökologischen Einflusses.

Forschungsstudien haben gezeigt, dass Abflüsse von Zuchtanlagen einer umgekehrt proportionalen Beziehung zur Entfernung von den Käfigen folgen. Deshalb zeigen Fischabflüsse in Käfignähe die größten Auswirkungen.Diese Auswirkungen nehmen ab, je weiter man sich von den Käfigen entfernt. Das Wichtigste dabei ist, dass die chemischen Bedingungen und pflanzlichen Populationen in den Sedimenten stark von diesen Abflüssen beeinflusst werden.

Es ist zu erwarten, dass die Überwachungsrichtlinien bedeutend zur Entwicklung ökologischer Gesetzgebungs- und Kontrollverfahren in den Mittelmeerländern beitragen. Obwohl für bestimmte Methoden internationale Normen existieren, müssen andere wie beispielsweise die vorgeschlagenen vereinfachten Überwachungsverfahren erst noch standardisiert werden, um vergleichbare und vereinheitlichte Überwachungsergebnisse zu erzielen.

Darüber hinaus sollten Managementstrategien die geeignete Verteilung von Käfigen, Fischarten und -größen in Übereinstimmung mit einer effektiven Fütterungsstrategie sicherstellen und so die ökologischen Auswirkungen minimieren. Je geringer die ökologische Auswirkungen der Aquakultur sind, desto höher ist der ökonomische Ertrag der einzelnen Fischzuchtanlagen und der Branche als Ganzes. Davon profitieren auch andere Sektoren wie die Tourismusbranche.

Dr. Johannes Kogeler | ctm
Weitere Informationen:
http://www.akvaplan.niva.no/

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