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Untersuchung von Möglichkeiten zur Entsorgung radioaktiver Abfälle

19.01.2005


Die Bedenken in Bezug auf die Bedrohung unserer Umwelt und unserer Gesundheit durch radioaktiven Müll steigen ständig. Eine sichere Entsorgung ist also dringlicher gefordert als je zuvor. Während eine Reihe von Möglichkeiten ausgewertet und umgesetzt wird, konzentrierte sich das EU-Projekt TRANCOM-II auf die Entsorgung von radioaktiven Abfällen in geologisch tief gelegenen Lehmsedimenten.



Radionuklide sind Partikel, die in radioaktivem Abfall vorkommen und radioaktive Strahlung abgeben. Ihr Verhalten in Lehmböden wurde in der Vergangenheit noch nicht umfassend untersucht. Somit gibt es noch viele offene Fragen in Bezug auf die langfristige Sicherheit dieser Entsorgungsvariante. Das Projekt TRANCOM-II nahm sich dieser Frage an und konzentrierte sich dabei auf die Radionuklide der vier Elemente Plutonium (Pu), Uran (U), Selenium (Se) und Americium (Am). Der besondere Schwerpunkt lag dabei auf der Untersuchung der Auswirkungen von natürlichem organischem Material (NOM) auf die Migration der Radionuklide.

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Erste Beobachtungen und Daten wurden zur Entwicklung von Konzepten und Modellen genutzt, um die Mechanismen, die bei der Radionuklidmigration in Lehmböden eine Rolle spielen, zu erläutern und besser zu verstehen. Die Untersuchungen zeigten, dass NOM die Lösbarkeit von Pu und Am erhöhten und in einigen Fällen Kolloide gebildet wurden, ohne dass die Konzentration anstieg. Im Allgemeinen wurde durch die daraus hervorgegangenen Modelle nachgewiesen, dass bei der Beförderung der meisten Radionuklide in Lehmböden eine Immobilisationsphase und eine Phase der Lösbarkeit bzw. der eingeschränkten Freisetzung typisch sind. NOM scheinen in mehreren Fällen Auswirkungen auf die Diffusion zu haben. Dies deutet auf eine mögliche interaktive Rolle des organischen Materials bei Radionukliden hin.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der Fortbewegung von Radionukliden in Lehmsedimenten. Die Ergebnisse des Projektes könnten die Grundlage für weitere Entsorgungsprogramme bilden, die eine Erhöhung der langfristigen Sicherheit radioaktiver Abfälle zum Ziel haben. Zu den Nutznießern derartiger Beobachtungen zählen die EU-Regierungen sowie Privatfirmen, die im Kernenergiesektor tätig sind. Vielleicht ergeben sich hier auch weitere Investitionen zur Fortführung dieser Studien.

Norbert Maes | ctm
Weitere Informationen:
http://www.sckcen.be

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