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Weniger Umweltbelastungen durch Intensivtierhaltung - Aluminium mindert Stickstoff- und Phosphoremissionen

14.01.2005


Phosphor- und Stickstoffüberschüsse führen gerade in Gebieten mit intensiver Tierhaltung zu Belastungen von Luft, Boden und Wasser. Extensivierungsmaßnahmen reduzieren diese Beeinträchtigungen teilweise erst nach längerer Zeit. In seiner Literaturstudie beschreibt Dr. Peter Schweigert vom Institut für Bodenkunde der Universität Hannover die Möglichkeit, durch den Einsatz von Aluminiumverbindungen kurzfristig die Emissionen von Phosphor und Stickstoff zu senken. In Untersuchungen aus den USA reduzierte sich beispielsweise nach der Behandlung von Geflügeleinstreu mit Aluminiumsulfat der lösliche Phosphoranteil um bis zu 86 Prozent. Außerdem wurde aufgrund der Senkung des pH-Wertes erheblich weniger Ammoniak freigesetzt. Die Einarbeitung von Aluminiumverbindungen in den Boden verringerte den Oberflächenabfluss von Phosphor in Gewässer. Als gleichwertige Alternative zur Anwendung von Aluminiumsalzen erwies sich der Einsatz von Rückständen aus der Trinkwasseraufbereitung, in denen Aluminium vorwiegend in Hydroxidform vorliegt. US-amerikanische Geflügelmäster setzen Aluminiumverbindungen bereits in ihren Betrieben ein.


Sie vermindern dadurch nicht nur die Umweltbelastung, sondern optimieren auch ihre Produktion. Wuchsen Masthähnchen auf behandelter Einstreu auf, waren sie um 4,2 Prozent schwerer als Tiere aus anderen Ställen. Als Ursachen werden eine geringere Ammoniakkonzentration in der Stallluft und ein vermindertes Auftreten von Krankheitserregern vermutet. Schweigert folgert aus den verschiedenen Untersuchungsergebnissen, dass der Einsatz von Aluminiumverbindungen einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion von Schadstoffemissionen aus der intensiven Tierproduktion leisten kann. Nennenswerte Umweltbeeinträchtigungen seien durch deren Anwendung nicht zu befürchten. Forschungsbedarf sieht er vor allem bei der direkten Ausbringung von Aluminiumverbindungen in den Boden. Hier müssten die optimalen Ausbringmengen ermittelt werden, die einerseits zur Minderung der Phosphoremissionen führen, andererseits aber keine Phosphormangelerscheinungen bei den Pflanzen hervorrufen.

Dr. Eckhard Lorenz | aid PresseInfo
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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