Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbessertes Verständnis der Verhaltensstrukturen für bessere Energieemissionen

07.12.2004


Die Ökosysteme in Europa und dem Rest der Welt sind großflächig bedroht. Dabei spielen Abfälle und sauberere Energiequellen eine große Rolle. Sowohl Deponien als auch CO2-Emissionen stellen eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit und Umwelt dar. Deshalb sollte eine Möglichkeit gefunden werden, beide Probleme zu beheben. Die hierbei entstehende Lösung sollte keinesfalls ignoriert werden.



Das Cofiring von Ersatzbrennstoffen (sogenannten Secondary Recovered Fuels - SRF) stellt eine potenziell wichtige Lösung sowohl für sauberere Brennstoffe als auch für Deponieabfallmaterialien dar. Die Aussicht auf eine neue Generation von Energie und Abfallentsorgung ist zwar verlockend, birgt jedoch auch gewisse Schwierigkeiten.



Einerseits war nicht bekannt, welche Abfälle geeignet wären und welche Verbrennungsmethoden sich als nützlich erweisen würden. Zweitens blieben technische Probleme und die Frage nach Emissionseigenschaften unbeantwortet und man wusste überdies nicht, in welcher Menge SRF genutzt werden sollten. Und schließlich war nicht bekannt, welche Auswirkungen SRF auf Anlagenbetrieb und Produktionsstandards haben würden.

Um diese entscheidenden Sachverhalte zu verstehen, wurde im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten EESD-Projekts mit dem Namen SEFCO das Verbrennungsverhalten von Ersatzbrennstoffen untersucht. Es wurden geläufige Verbrennungsexperimente durchgeführt, deren Ergebnisse für die Beurteilung der SRF-Qualität von Nutzen sein sollten.

Die Tests verliefen jedoch nicht problemlos. Kohlenstaub ist die primäre Brennstoffquelle für kohlebefeuerte Heizkessel, und seine Produktions-Nutzungs-Werte sind ein überaus verfeinerter Prozess. Daher behinderte die Zufuhr von SRF mit einer wesentlich größeren Teilchengröße als der des Kohlenstaubs anfangs deren Nutzung. Ein komplett neues Zufuhrsystem musste entwickelt und anschließend eingeführt werden.

Danach konnten die Untersuchungen auf normale Art und Weise fortgeführt werden. Bald darauf wurde festgestellt, dass die Beigabe der SRF mit größerer Teilchengröße zum Kohlenstaub verschiedene abweichende Betriebseffekte wie beispielsweise eine veränderte Flammengeometrie hervorrief. Um eine minimale CO2-Emission und gleichzeitig ein maximales Verbrennungs-Energie-Verhältnis zu erzielen, sind Flammenanforderungen für den Prozess unentbehrlich. Daher hatte die Änderung der Flammenstruktur einen direkten Einfluss auf die NOx-Reduktionsmessungen.

Während im Rahmen der weiteren Forschungsarbeit sowohl das Verständnis der Industrie für alternative Energiequellen als auch die Entwicklung effizienter Methoden für deren Nutzung gesteigert werden sollen, sind die Forscher derzeit auf der Suche nach Joint-Venture-Abkommen und anderen Kollaborationsarten zur Fortführung ihrer Untersuchungen.

Jorg Maier | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de

Weitere Berichte zu: Energiequelle Ersatzbrennstoffen Kohlenstaub Prozess SRF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Dünenökosysteme modellieren
23.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie