Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leistungsstarker Nickel-Monolith-Katalysator trägt zur Reduzierung von Stickoxiden aus Kraftwerken bei

23.11.2004


Katalysatoren beseitigen Schadstoffe, bevor diese in unsere Umwelt gelangen und diese verschmutzen können. Ein neuer Nickel-Monolith-Katalysator aus Spanien trägt zur Reduzierung von Stickoxiden aus Kraftwerken bei.



Unter dem Druck einer immer strenger werdenden Umweltgesetzgebung sind Ingenieure ständig auf der Suche nach besseren, saubereren Arten der Energieerzeugung. Auf diesem Gebiet treten Vergasungsanlagen in den Vordergrund. In solchen Anlagen werden Kohle oder andere karbonhaltige Brennstoffe durch Einwirkung von Dampf, Sauerstoff und Luft unter Hochdruck- und Hochtemperaturbedingungen aufgespalten. Die Nebenprodukte der Spaltung werden in Gas umgewandelt, das dann zur Strom- bzw. Wärmeerzeugung verbrannt wird.



Durch solche Kraftwerke können alternative Brennstoffe wie Teer und Biomasse aufbereitet werden. Es gilt jedoch noch ein Hindernis zu überwinden die Stickoxid-Reduktion auf ein annehmbares Maß. Dies wird durch Katalyse erreicht, d.h durch die Umwandlung von Ammoniak im Vergasungsstrom in harmlose Nebenprodukte.

Eine Gruppe an der Universidad Complutense de Madrid startete eine eingehende Untersuchungskampagne, um ausreichend Daten zur Effektivität verschiedener Katalysatoren unter verschiedenen Betriebsbedingungen zusammenzutragen. Aufgrund seines nützlichen Widerstands hinsichtlich Wärmeausdehnung und -kontraktion sowie seiner optimalen Reaktionsoberflächeneigenschaften wurde ein Nickel-Monolith-Katalysator ausgewählt.

Um Deaktivierungsprobleme zu lösen, wurde ein großer Aufwand betrieben. Darüber hinaus wurde im Laufe des Projekts ein Modell entwickelt und verbessert, das einen wertvollen Einblick in die Rolle der Betriebsbedingungen bei der Katalysatorleistung liefert. Es wurden die kritischen Systemvariablen bestimmt: die Lufttrennung im Vergaser/katalytischen Reformersystem, das Wasser/Kohlenstoff-Verhältnis und die Eintrittstemperatur am Katalysator.

Durch die sorgfältige Veränderung dieser Parameter konnte fast die gesamte Ammoniakmenge in eine andere Chemikalie als Stickoxid umgewandelt werden. So kann die beim Betrieb eines solchen Kraftwerks entstehende Luftverschmutzung besser kontrolliert werden.

Kontaktangaben

Prof. Jose Corella
Universidad Complutense de Madrid
Ciudad Universitaria
28040 Madrid, Spanien
Tel: +34-91-3944164
Fax: +34-91-3944164
Email: narvaez@quim.ucm.es

Prof. Jose Corella | ctm

Weitere Berichte zu: Katalysator Kraftwerk Nickel-Monolith-Katalysator Stickoxid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

20.01.2017 | Materialwissenschaften

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie