Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gestiegener Hochofenbetrieb minimiert Umweltverschmutzung

17.11.2004


Eine der Schwierigkeiten bei ungeplanten Stilllegungen von Hochöfen ist die Bildung von Ascheablagerungen und Ofenkorrosion auf Grund der durch Gase freigesetzten Chemikalien. Zwar sind ungeplante Stillstände ein wirtschaftlicher Alptraum, doch die zukünftige Gesetzgebung wird auch die Energieindustrie dazu zwingen, sauberere Verbrennungssysteme zu entwickeln. Das Projekt CORROSION hat es geschafft, beide Probleme gleichzeitig anzugehen.



Die Verbrennungsverfahren von Kohlenwasserstoffen sind für die starke Umweltverschmutzung mitverantwortlich. Demzufolge liegt die Verantwortung der Energieindustrie darin, die Intensität und Menge dieser in die Umwelt abgegebenen gefährlichen Giftstoffe zu reduzieren. Stickoxide sind Emissionen, die neben anderen für die Zerstörung der Ozonschicht, für sauren Regen und Smog verantwortlich gemacht werden können.

... mehr zu:
»Ablagerung »Emission »Gasphase »Reduktion


Somit war das Hauptziel die Reduktion dieser Emissionen mit Hilfe einer selektiven Katalysatorentechnik. Der zweite Beweggrund war die Reduktion der Ausfallzeiten, die durch Ofenkorrosion und Ascheablagerungen entstehen. Das erforderte die Entwicklung eines mathematischen Modells für die prädikative Analyse. Dieses Modell berechnet im Voraus die Oberflächenverschmutzung und Korrosion der Ofenwände und Kesselrohre, was wiederum erhöhte giftige Emissionen zur Folge hat.

Die Bildung von Ablagerungen aus Asche und der Dampf- bzw. Gasphase der Verbrennung stellt einen recht komplexen physikalisch-chemischen Prozess dar. Dieser Verbrennungsprozess ruft jedoch verschiedene interne Probleme hervor, die höhere giftige Konzentrationen und mögliche Ausfallzeiten verursachen. Infolgedessen wurden die Modelle entwickelt, um Ablagerungen aus der Gasphase und folglich die Asche- und Schlackeablagerungen sowie Verkrustungen im Voraus zu berechnen.

Die zwei entwickelten Modelle werden auch als das Alkaligasphasen-Stofffreisetzungsmodell und Ascheablagerungsmodell bezeichnet. Beide wurden an Hand der Versuchsergebnisse mit dem Kessel 40 MW ANSALDO validiert. Da die Modelle Brennstoffquellen mit hohem basischen Gehalt vorausberechnen können, kann die selektive katalytische Reduktion giftiger Emissionen entsprechend kontrolliert und reduziert werden. Da diese zwei Systeme simultan arbeiten, können ungeplante Hochofenausfälle aktiv minimiert und gleichzeitig Emissionen in die Umwelt reduziert werden.

Dr. Safwan Yousif | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cinar.co.uk

Weitere Berichte zu: Ablagerung Emission Gasphase Reduktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise