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Bundesumweltminister Jürgen Trittin startet Initiative zur Förderung sauberer Brummis

01.11.2004


KfW-Bankengruppe richtet Förderschwerpunkt ein


Auf Initiative von Bundesumweltminister Jürgen Trittin richtet die KfW-Bankengruppe ab sofort einen neuen Förderschwerpunkt für besonders saubere Nutzfahrzeuge ein. Innerhalb des bestehenden ERP-Umwelt- und Energiesparprogramms können Unternehmen, die solche Fahrzeuge beschaffen oder ihren bestehenden Fuhrpark nachrüsten, eine finanzielle Unterstützung erhalten. Sie kann mit Mitteln aus dem KfW-Unternehmerkreditprogramm kombiniert werden. Trittin: "Lastwagen und Busse tragen erheblich stärker als Autos zur Luftbelastung bei – insbesondere mit gesundheitsgefährlichem Dieselruß. Um die ab Januar 2005 geltenden EU-Luftqualitätsgrenzwerte für Feinstaub einhalten zu können, gehören saubere Brummis jetzt auf die Straße. Der neue Förderschwerpunkt ist ein Signal an die Hersteller, möglichst rasch geeignete Fahrzeuge anzubieten."

Dass dies technisch möglich ist, hat ein Pilotprojekt des Bundesumweltministeriums in Frankfurt (Oder) und Berlin gezeigt. Die Busse erfüllen den anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard. Trittin: "Die Länder bleiben in der Pflicht, für die Einhaltung der EU-Ziele zu sorgen. Nach der steuerlichen Förderung sauberer Dieselautos ist der Bund nun auch bei den Nutzfahrzeugen in Vorleistung getreten."


Die Messlatte für die Förderung der Nutzfahrzeuge ist der geltende, technologieneutrale anspruchsvollste europäische Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle), der noch über die ab 2008 gültige Abgasnorm EURO 5 hinausreicht. Mit der Reduzierung des Rußausstoßes ist zugleich gewährleistet, dass der Ausstoß weiterer Schadstoffe, darunter Stickoxide, erheblich sinkt. Für Dieselfahrzeuge, die lediglich mit einem Additiv (zum Beispiel Harnstoff) die Abgasgrenzwerte erfüllen, ist eine technische Bescheinigung der Hersteller erforderlich.

Mit der Einrichtung des Förderschwerpunktes "Emissionsminderung bei Nutzfahrzeugen" wird zugleich dem Wunsch des Bundesrates entsprochen, die Einführung von Diesel-Partikelfiltern oder vergleichbarer Technologie auch in diesem Fahrzeugsegment zu unterstützen.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

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