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Schutz der europäischen Küsten

26.10.2004


Auf Grund der wachsenden Zahl schwerer Schutzbauten sind ausgedehnte Teile der europäischen Küstenlinie von Erosion und Hochwasser gefährdet. Dies hat sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Auswirkungen.



Low Crested Structures (LCSs) besitzen die Tendenz, die biologische Vielfalt zu erhöhen und eine küstennahe Sedimentation hervorzurufen, die negative Auswirkungen auf den Lebensraum des Weichbodens hat. Dies kann zum Verlust und zur Fragmentierung von Lebensräumen sowie zu Veränderungen in den Lebensgemeinschaften führen. Ein weiteres Risiko besteht in den negativen Auswirkungen auf den Strandtourismus und die Bevölkerung in den Küstenregionen, in denen LCSs vorkommen.



Glücklicherweise gibt es ein integriertes gemeinsames Projekt mit dem Namen DELOS, in dessen Rahmen 17 Partner aus sieben europäischen Staaten gemeinsam an der Veränderung dieser Zustände arbeiten. Ziel sind technische Maßnahmen, die funktional, wirtschaftlich realisierbar sowie sozial und ökologisch tragbar sind. Zu den Experten gehören überdies Ozeanographen für Küstengebiete, Meeresökologen, Wirtschaftswissenschaftler und politische Einrichtungen, die für Aufgaben im Bereich Küstenschutz zuständig sind.

Die von ihnen durchgeführte Forschungsstudie richtet sich auf die Unterstützung der sachkundigen Entscheidungsfindung mit Hinblick auf die Frage nach der ordnungsgemäßen Überwachung von Küstengebieten. Dabei stützte man sich nicht nur auf lokale Belange, sondern zog auch eine weitreichendere Beschäftigung mit dem Thema in Betracht. Die Forscher haben ebenfalls die Bedeutung der Auswirkungen von LCSs auf Grundlage von räumlichen Anordnungen mit Hinblick auf den Standort und die Nähe zu anderen Strukturen hervorgehoben. Für Küstenmanager wurden Gestaltungsrichtlinien erstellt. Wenn die Ergebnisse jedoch auch plangemäß in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden sollten, könnten zu den Endnutzern auch bald die wissenschaftliche Gemeinschaft und infolgedessen auch die allgemeine Öffentlichkeit gehören. Auf langfristige Sicht kann dies die Sicherheit und den Schutz der europäischen Küstenlinie gewährleisten.

Dr. Laura Airoldi | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ambra.unibo.it/

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