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Strahlenexposition beim Rücktransport hochradioaktiver Abfälle aus Frankreich

21.10.2004


Im Hinblick auf die noch in diesem Jahr geplante Rückführung einer weiteren Sendung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich informiert die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit(GRS)mbH über die von den Transportbehältern ausgehende radioaktive Strahlung:


Aus den vorliegenden aktuellen Messwerten der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS), Essen, geht hervor, dass die Dosisleistungen(Gamma- und Neutronenstrahlung)im Nahbereich der Abfalltransportbehälter(CASTOR® HAW 20/28 CG) mit den Erfahrungswerten früherer Rückführungskampagnen vergleichbar sind.In 20 Meter Abstand vom Transportfahrzeug liegen sie im Größenbereich von 3 - 6 µSv/h (Mikrosievert pro Stunde. Dies entspricht dem Strahlungspegel, dem Flugreisende in gängigen Flughöhen durch die kosmische Strahlung ausgesetzt sind (grafische Darstellung unter www.grs.de).

Die GRS hat bereits im Vorfeld der seit etwa 2001 verstärkt durchgeführten Abfallrückführung von La Hague/Frankreich nach Gorleben eingehend die mit solchen Transporten verbundenen radiologischen Auswirkungen auf die Bevölkerung und das Transport- und Begleitpersonal untersucht. Die Ergebnisse sind in dem nach wie vor aktuellen Bericht "Sicherheitsanalyse zur bestimmungsgemäßen Beförderung von radioaktiven Abfällen und bestrahlten Brennelementen in der Region Gorleben", GRS-A-2814, August 2000, dokumentiert (vollständiger Bericht unter www.grs.de). In diesem Bericht wird auch die Frage der im Nahbereich von CASTOR-Transportbehältern zu erwartenden Strahlenexpositionen eingehend analysiert und mittels grafischer Darstellungen veranschaulicht. Gestützt auf die Ergebnisse dieser im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erstellten Sicherheitsanalyse ist festzustellen, dass die zu erwartenden transportbedingten Strahlenexpositionen der Bevölkerung und des Transport- und Begleitpersonals weit unter den gesetzlich festgelegten Dosisgrenzwerten liegen.


Hintergrund:

Am 27. April 2004 hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) der Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS) nach § 4 Atomgesetz die Erlaubnis erteilt, maximal zwölf Transportbehälter mit hochradioaktiven verglasten Wiederaufarbeitungsabfällen aus Frankreich zurückzuführen mit dem Ziel, diese im Transportbehälterlager Gorleben zwischen zu lagern. Entsprechend der für die Anlieferung und Zwischenlagerung derartiger Abfälle entwickelten Rückführungsstrategie werden für den Transport und die Aufbewahrung dickwandige massive Mehrzweckbehälter der Baureihe CASTOR® HAW 20/28 CG mit einem Gesamtgewicht von etwa 112 Tonnen eingesetzt. Diese sind als so genannte Unfall sichere Typ B(U) Versandstücke zugelassen. Ein derartiger Behälter kann bis zu 28 hochradioaktive Glaskörper, die mit luftdicht verschweißten Edelstahlhüllen ummantelt sind (Glaskokillen), aufnehmen.

Dr. rer. nat. Heinz-Peter Butz | idw
Weitere Informationen:
http://www.grs.de
http://www.bfs.de/bfs/presse/pr04/pr0410.html

Weitere Berichte zu: Abfall CASTOR Nahbereich Strahlenexposition

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