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Umweltschutz als Wirtschaftsfaktor - Neue Studie zum integrierten Umweltschutz

18.10.2004


Die Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH hat eine neue Studie zum integrierten Umweltschutz herausgegeben. Sie zeigt, wie integrierte Technologien künftig besser in die amtliche Statistik einbezogen und damit für Öffentlichkeit und Entscheidungsträger sichtbar gemacht werden können. Zu diesem Thema trafen sich in Düsseldorf im Auftrag des BMBF Experten aus Wissenschaft und Verwaltung und diskutierten Chancen und Probleme der Einbeziehung integrierter Technologien in Umweltstatistiken.


Denn seit Jahren gewinnt nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen an Bedeutung, gleichzeitig weist die amtliche Statistik sinkende Umweltinvestitionen aus. Ursache für diese scheinbar paradoxe Situation ist der seit Jahren bestehende Trend, den Umwelt-schutz von end-of-pipe-Technologien hin zu integrierten Umweltschutztechnologien zu verlagern. Doch diese werden bislang nicht systematisch erfasst und damit ihre Auswirkung auf Innovationstätigkeit, Wirtschaftskraft und Beschäftigung unterschätzt.

Deshalb hat die Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Fachgespräch "Einbeziehung integrierter Technologien in Umweltstatistiken" durchgeführt, um Lösungsvorschläge zu sammeln und den künftigen Forschungsbedarf genauer zu umreißen. Erste Ansätze liegen zum Beispiel in der Verbindung der integrierten Technologien mit der Erfassung des Ressourcenmanagements oder in der Entwicklung von Konventionen für die Abgrenzung der integrierten Technologien von der allgemeinen Investitionstätigkeit. Die Ergebnisse des Fachgesprächs sind in Band 51 der Reihe "Zukünftige Technologien" der Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologie-zentrum GmbH zusammengefasst und können unentgeltlich unter ztcpublikationen@vdi.de angefordert werden.


Viele Unternehmen haben mittlerweile integrierte Umweltschutzmaßnahmen selbstverständlich in ihre Produktplanung, Produktionsverfahren und Managementsysteme einbezogen. Damit machen sie den additiven, nachsorgenden Umweltschutz an vielen Stellen überflüssig. Doch wie stark dieser Effekt gesamtwirtschaftlich gesehen ist und welche Bedeutung der integrierte Umweltschutz für Wirtschaftskraft, Innovationstätigkeit und Beschäftigung hat, lässt sich bisher nur grob abschätzen.

Die amtliche Umweltstatistik steht damit vor großen Herausforderungen: Denn die integrierten Umwelttechnologien lassen sich weitaus schwieriger erfassen und von anderen Investitionen abgrenzen als die klassischen end-of-pipe-Lösungen wie Abgasfilter oder Abwasserreinigungsanlagen. So könnte man beispielsweise den Einsatz neuer Aluminiumelemente im Automobilbau dem Umweltschutz zurechnen, weil durch diese Leichtbauweise der Spritverbrauch des Autos gesenkt wird. Ebenso gut könnte man diese Ent-wicklung aber der allgemeinen Innovationstätigkeit eines Unternehmens zuschreiben. Das Thema ist keineswegs nur eine akademische Diskussion unter Statistikexperten. Denn erste Studien deuten darauf hin, dass integrierter Umweltschutz zu einem bedeutenden Faktor für Innovationstätigkeit, Wirtschaftskraft und Beschäftigung in Deutschland geworden ist. Eine genauere Quantifizierung dieser Effekte könnte in Zukunft bessere Grundlagen für politische Richtungsentscheidungen liefern.

Ansprechpartnerin:

Christiane Ploetz, Dipl.-Geoökologin ,
Zukünftige Technologien Consulting des VDI-TZ,
Graf-Recke-Strasse 84, D-40239 Düsseldorf,
Tel.: 0211-6214-503, Fax: -139
E-Mail: ploetz@vdi.de

Dr. Andreas Hoffknecht | idw
Weitere Informationen:
http://www.vditz.de
http://www.zt-consulting.de

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