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Umweltschutz und Beschäftigung - übertreiben die Umweltschützer?

07.10.2004


Eine Replik auf die Kritik vom Institut der deutschen Wirtschaft

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»Umweltschützer

"Jobmotor Umweltschutz: Fast 1,5 Millionen Beschäftigte" - unter dieser Überschrift stellten das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (UBA) im April 2004 in einer Presse-Information die aktuelle Schätzung zur Zahl der Beschäftigten im Umweltschutz vor. Die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erstellten Berechnungen seien schöngefärbt, behauptete daraufhin das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in den Medien. Zudem sei die Zuordnung der Umweltschutzbeschäftigten willkürlich, die negativen Wirkungen des Umweltschutzes auf die Beschäftigung würden nicht erfasst. Das Umweltbundesamt hat sich die Kritikpunkte des IW - wie sie in der Presse dargestellt wurden - einmal näher angesehen und kommt zu dem Fazit: Die Hauptargumente des IW laufen aus Sicht des Umweltbundesamtes ins Leere. Die vom IW kritisierten Punkte werden in dem Gutachten gar nicht behauptet oder sind schlichtweg falsch.

Schätzungen zu den Beschäftigungswirkungen des Umweltschutzes werden seit mehr als zehn Jahren im Auftrag des Umweltbundesamtes von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten vorgenommen. Die hierbei zu Grunde gelegte Methodik wurde ständig verfeinert, orientiert sich an internationalen Konventionen und ist wissenschaftlich anerkannt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine anspruchsvolle Umweltpolitik nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Bereichen schafft. Vor allem im Dienstleistungssektor und bei den erneuerbaren Energien hat die Beschäftigung deutlich zugelegt.


Umweltschutz ist nicht nur ein Kostenfaktor. Umweltschutz ist vielmehr eine notwendige Investition, um langfristige Schäden an Gesundheit, Umwelt und Sachgütern - so genannte externe Kosten - zu vermeiden. Die ökologische Modernisierung in Deutschland steigert die Wettbewerbesfähigkeit des Standortes, trägt zur Innovationsfähigkeit der Wirtschaft bei und schafft somit Arbeitsplätze.

Das Stellungnahme des Umweltbundesamtes zu den strittigen Punkten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln ist im Internet, Rubrik "Presse - Hintergrundpapiere" abrufbar.

Jana Schmidt | Umweltbundesamt
Weitere Informationen:
http://www.umweltbundesamt.de

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