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Regenkanäle zur Steuerung der Verschmutzung von Regenwasser

28.09.2004


Angesichts der großen Mengen abfließenden Regenwassers und der Masse an Schadstoffen, die darin enthalten sein können, wird der Bedarf nach effektiveren Regenwassersystemen offensichtlich.



Ein effektives Regenwassersystem fängt in der Regel Abwässer auf und transportiert diese in Aufbereitungsanlagen. Die Effektivität solcher Systeme hängt in erster Linie vom Zustand der Transportleitungen, von Größe und Art der Ablagerungen sowie von der Gesamtmenge des aufgefangenen Wassers ab. Darüber hinaus sind die meisten dieser Systeme nicht ausreichend gegen das Eindringen gefährlicher Chemikalien oder Schadstoffe geschützt und können leicht durch Ablagerungen blockiert werden.



Während bereits zahlreiche effektive Systeme verwendet werden, legt die hier entwickelte Technologie eine umfassende Lösung vor, die sich in einem grundlegenden Aspekt von den anderen Verfahren unterscheidet: die unterirdische Vorort-Aufbereitung. Dies bedeutet, dass das Regenkanalwasser praktisch dort aufbereitet werden kann, wo es aufgefangen wird, indem das Wasser durch Sedimentation, Adsorption und chemische Abscheidung gereinigt wird.

Diese deutsche Innovation sieht die effektive Entfernung aller Schadstoffformen, wie Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe, vor. Diese werden in einer Sedimentationskammer aufgefangen, die einen Teil der innovativen Aspekte der Technologie ausmacht. Die unterirdische, aus Beton gefertigte Kammer besteht aus verschiedenen interessanten Neuerungen. Hierzu gehört eine speziell entwickelte Verschmutzungskontrollgrube mit dem Namen HydroControl, in welcher der Reinigungsprozess stattfindet. Durch die Nutzung hydrodynamischer Separatoren und vertikal angeordneter, mehrstufiger Filter aus Gasbeton (HydroFilter) wird das Wasser gründlich gereinigt, bevor es sicher in die Hauptwasserrinnen geleitet wird.

Ein weiteres interessantes Merkmal ist die Nutzung von Beton- anstelle von Plastikrohren. Beton besitzt die natürliche Eigenschaft, den pH-Wert des Wassers zu puffern, der ansonsten typisch sauer bleiben würde. Beton bietet sich ebenso für die Nutzung größerer Rohrleitungen an, was wiederum eine höhere Speicherkapazität erlaubt. Die Rohrleitungen können auch teilporöser Beschaffenheit sein und somit selbst als Filter wirken.

Die Entwicklung ist kosteneffektiv, da sie eine einfache Technologie bleibt, die nur minimalen Einfluss auf die Bodennutzung hat und eine größere Schadstoffmenge verarbeiten kann. Somit kann dieses System umfassend für die Aufbereitung von privaten als auch industriellen Abwässern eingesetzt werden und so zur Unterstützung überbesteuerter Wasseraufbereitungssysteme beitragen. Es ist offensichtlich, dass dieser Regenkanal das Ergebnis eines genialen Geistesblitzes ist.

Sabrina Wodrich | ctm
Weitere Informationen:
http://www.zenit.de

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