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Synergistische Forschung in drei industriellen Sektoren

28.09.2004


Die gemeinsamen Forschungsanstrengungen von drei bedeutenden europäischen industriellen Sektoren haben sich auf die Lösung von verbreiteten Umweltproblemen wie Wasserverschmutzung gerichtet. Diese Zusammenarbeit überwindet die bisherige Lücke zwischen den Forschungsbemühungen in diesen drei Sektoren und soll durch die Nutzung von Wissen und Kompetenz zu effektiven Umweltschutzmaßnahmen führen.



Die Lederindustrie, Textilindustrie sowie die Zellstoff- und Papierindustrie sind die drei führenden industriellen Branchen in Europa und wurden bisher als die größten Schadstoffverursacher betrachtet. Aufgrund saubererer Produktionstechnologien beginnt sich diese Meinung aber zunehmend zu ändern. Nichstdestotrotz besteht mit Hinblick auf die Umweltverträglichkeit dieser Branchen noch ausreichend Verbesserungsbedarf. Da die Entwicklung der Regionen und Gemeinden innerhalb der EU auf diesen Branchen aufbaut, ist es besonders wichtig, dass diese Sektoren an einer weiteren Verbesserung ihrer Technologien und einer Optimierung ihrer Forschungs- und Entwicklungsbemühungen arbeiten.



Es wurde festgestellt, dass diese drei industriellen Sektoren gemeinsame Umweltprobleme haben. Jede Branche für sich hat Forschungskomitees ins Leben gerufen, die an einer Lösung dieser Probleme arbeiten sollen. Was bisher gefehlt hat, war die Kommunikation zwischen den Forschern dieser drei Sektoren, die offensichtlich die gleichen Ziele verfolgen. Tatsächlich nutzen sie zum Beispiel im Hinblick auf Wasserwiederverwendung und Abwasseraufbereitung die gleichen Technologien.

Genau das motivierte PATANTEX, eine gemeinsame Initiative zu starten, um die Wasserwiederverwendung und die Wasseraufbereitung zu verbessern. Die Aktivitäten der Forscher umfassten die Problembestimmung, die Berichterstellung, die Planung eines Workshops und die Bereitstellung von möglichen Forschungsideen für die Zukunft. Durch strategische Planung und offene Kommunikation wurde doppelte Forschungsarbeit vermieden.

Die neuen zukünftigen Entwicklungen, die sich aus diesen Maßnahmen ergeben, werden eine Vielzahl von Vorteilen haben. Da es sich beim Geschäftsbereich Umwelttechnologien um einen Wachstumsmarkt handelt, ist eine leistungsfähigere Umweltforschung in Europa besonders bedeutend, denn sie erhöht den Wettbewerbsvorteil von europäischen Firmen wie Herstellern von Abwasseraufbereitungsausrüstungen. Das wiederum führt zu höheren Marktanteilen und steigenden Beschäftigtenzahlen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen bringen die Maßnahmen auch eine Verbesserung der Trinkwasser- und Badewasserqualität für die betroffenen Bürger mit sich. Die Ergebnisse führen daher in ihrer Gesamtheit zu einer verbesserten Lebensqualität.

Stefan Rydin | ctm
Weitere Informationen:
http://www.rovesta.dk

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