Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

21 000 PET-Sammelstellen auf einen Klick

22.09.2004


Der Verein PET-Recycling Schweiz hat zusammen mit der Firma Endoxon, die spezialisiert ist auf Geodaten sowie auf Luft- und Satellitenbildkartografie, ein Programm entwickelt, mit dem alle PET-Sammelstellen - private und öffentliche - im Internet unter http://www.petrecycling.ch angezeigt werden. Dies ermöglicht PET-Sammlerinnen und Sammlern, an jedem Ort in der Schweiz die nächstgelegene PET-Sammelstelle einfach und schnell zu finden.


PET Standorte - Copyright: PET-Recycling Schweiz


Sammelstellen PET-Recycling - Copyright: PET-Recycling Schweiz



Gegenwärtig sind in der Schweiz jährlich rund 1,2 Milliarden PET-Getränkeflaschen im Umlauf, Tendenz steigend. Die Infrastruktur zur PET-Rücknahme kann mit dieser Menge gut mithalten: Durch die seit Jahresbeginn knapp 2000 neuen Sammelstellen mit 2300 Sammelbehältern können pro Tag rund 300’000 PET-Getränkeflaschen mehr ins Recycling gelangen.



PET-Sammelstellen auf einen Klick

Die Bedienung des Internetprogramms ist einfach: gegenwärtigen Standort eingeben genügt, der nächste PET-Sammelort wird sofort gezeigt. Das Programm erstellt einen Kartenausschnitt, der den gewählten Standort und die nächstgelegenen PET-Sammelstellen anzeigt. Der Kartenausschnitt lässt sich nach Belieben vergrössern, verkleinern oder auch verschieben. Ausserdem kann die Kartengrundlage verändert werden: Je nach Wunsch können Standort und Sammelstellen auf einem Luftbild, einer Strassenkarte oder einer topografischen Landeskarte angezeigt werden. Weiter können auch wichtige Gebäude in der Nähe der Sammelstellen, wie Kultur-, Sport- oder Verwaltungseinrichtungen, eingeblendet werden. Das Programm gibt zu jeder Sammelstelle die genaue Adresse an.

Lücken im PET-Sammelnetz schliessen

Der Verein PET-Recycling Schweiz nutzt das Programm nicht nur zur Visualisierung der Sammelstellenstandorte, sondern auch zur Optimierung seines Sammelstellennetzes. Denn: Ergänzt um Daten über die Rückführungsmengen der einzelnen Sammelstandorten sowie um Daten über die Bevölkerung in den verschiedenen Regionen, stellt das Programm ein ideales Instrument dar, um Lücken und Engpässe im PET-Recyclingsystem zu erkennen.
Zusätzlich zum quantitativen Ausbau des Sammelnetzes setzt der Verein damit auch verstärkt auf eine qualitative Verbesserung der Rückgabemöglichkeiten. Diese Massnahme soll dazu beitragen, dass das Bewusstsein für PET als Wertstoff in der Bevölkerung weiter gestärkt und die Quote der wiederverwerteten PET-Getränkeflaschen erhöht wird.

Schweizer PET-Sammelquote Spitze - und doch ungenügend

Die Schweizer Sammeldisziplin ist im internationalen Vergleich Spitze, und der Verein PET-Recycling Schweiz verzeichnete 2003 eine Sammelquote von 76 Prozent. Die schweizerische Verordnung über Getränkeverpackungen schreibt eine Quote von 75 Prozent zwingend vor. Allerdings reissen Unternehmen, die nicht dem Verein PET-Recycling Schweiz angehören, diese Quote herunter, und zwar auf 71 Prozent. Gemäss Verordnung kann bei Unterschreitung der Quote das umständliche und teure Pfand angeordnet werden. Das würde den Handel, vor allem Klein- und Kleinstunternehmen, empfindlich treffen. Ein Entscheid in dieser Sache wird nächstes Jahr fallen.

Aktion: «Jede Flasche zählt!»

Vor allem bei Flaschen, die im Büro und unterwegs konsumiert werden, besteht noch grosses Verbesserungspotenzial bezüglich Sammlung. Zu oft landen diese Flaschen noch im normalen Abfall oder auf dem Boden von Parks und Promenaden. Diese Menge fehlt im PET-Kreislauf.
Mit Plakaten und Aufrufen in Medien und im Kino fahndet PET-Recycling Schweiz im Rahmen seiner neuen Werbekampagne «Jede Flasche zählt!» nach solchen PET-Getränkeflaschen. Die Aktion zeigte bereits Wirkung: Seit dem Kampagnenstart Anfang August konnten 460 neue Sammelstellen eingerichtet werden, und es wurden mehr als 15’000 Plakate nachbestellt.

Ein weiteres Aufklärungsinstrument ist Code-R, ein kostenloses Handy-Game (http://www.code-r.ch ), in dem der beliebte PET-Dino den richtigen Umgang mit dem Wertstoff PET zeigt. Rund 5900 Mal wurde dieses Game bereits heruntergeladen. Und auch an öffentlichen Veranstaltungen soll das Recycling verbessert werden: An rund 400 Events wird PET mit grossem Aufwand separat gesammelt.

Weitere Informationen:
Jean-Claude Würmli
PET-Recycling Schweiz
Naglerwiesenstrasse 4
8049 Zürich
Telefon 044 344 10 91
Telefax 044 344 10 99

Jean-Claude Würmli | pressetext.at
Weitere Informationen:
http://www.petrecycling.ch
http://www.prs.ch
http://www.code-r.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten