Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltigkeit gegen Naturkatastrophen

16.09.2004


Aktive Vorausplanung verhindert schlimmste Folgen



Regierungen von Staaten, die zu Naturkatastrophen wie Hochwasserfluten, Bergrutschungen und Dürren neigen, müssen die Nachwirkungen katastrophaler Ereignisse in verbesserte Lebensbedingungen für die betroffenen Menschen umwandeln. Dies forderten Experten beim World Urban Forum, das derzeit in Barcelona stattfindet. Die neue Stadt von Ciudad Espana in Honduras, die 1998 nach dem Hurrikan Mitch wiederaufgebaut wurde, sei das beste Beispiel einer Initiative zur Verringerung von Katastrophen, so Alfonso Calzadilla vom internationalen roten Kreuz.



Laut Calzadilla haben die 14.000 Familien in Honduras, die ihre Häuser verloren hatten, ihre eigenen Häuser mit einem Bewusstsein der eventuellen künftigen Probleme wieder aufgebaut, was bedeutete, dass sie eine viel verbesserte Leistungsfähigkeit hatten, um mit Katastrophen umzugehen. Damit konnten eine erhöhte Gruppenidentität und höheres Bürgerbewusstsein erreicht werden. Calzadilla verglich Ciudad Espana mit einer Studie über die Bevölkerung der Manam-Insel in Papua-Neuguinea, wo ein gefährlicher und aktiver Vulkan existiert. Aus dieser Studie ging hervor, dass sich nur elf Prozent der Inselbewohner den damit verbundenen Risiken bewusst waren. Weiterhin wussten nur sechs Prozent, was sie im Zusammenhang mit den Gefahren tun sollten.

Regierungen sollen auch auf Risiken vorbereiten, die derzeit noch nicht aktuell bestehen. Dazu gehören eventuelle Katastrophen, die vom Klimawandel verursacht werden. Während die Todesfälle bei Naturkatastrophen in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen sind, sind die Kosten um das 17-Fache gestiegen. Laut Allan Lavell von der Umweltschutzorganisation La Red in Lateinamerika legen bereits manche Länder Geld auf die Seite, um sich den Wirkungen des Klimawandels anzupassen. "El Salvador könnte 25 Prozent seiner Landmasse wegen steigenden Meeresspiegels verlieren. In dem Fall wären viele Städte unter Wasser", erklärte Lavell.

Die bislang niedrige Todesrate durch den Hurrikan Ivan in der Karibik zeigt laut Helena Molin Valdes von der UN International Strategy for Disaster Resolution, dass manche Staaten "wenigstens etwas richtig machen". Aber sie betont, dass es überaus wichtig war, die Regierungen zu überreden, nachhaltig gegen zukünftige Katastrophen zu agieren.

Julian Mattocks | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unhabitat.org/wuf

Weitere Berichte zu: Nachhaltigkeit Naturkatastrophe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise