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Energie sparen mit Energiemonitoren

19.08.2004


Klein aber oho: Mit diesem Energiemonitor lassen sich die heimlichen Energiefresser im Haushalt leicht aufspüren.


Den heimlichen Energiefressern den Appetit verderben: DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers (l.) und der fachliche Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der DBU, Dr. Markus Große Ophoff, erläuterten die Funktionsweise des Energiemonitors.


DBU und ZUK bieten kostenlosen Service an - Stand by-Verluste als großes Umweltproblem - Einsparpotenzial in Haushalten


Erste und einzige bei www.no-e.de registrierte Ausleihstelle für Energiemonitore in Osnabrück: Das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gibt im Rahmen der Ausstellung Energie@home Interessierten jetzt kostenlos die Gelegenheit, den heimlichen Stromfressern im Haushalt einfach und schnell auf die Schliche zu kommen. Die Geräte sind Sieger im letzten Vergleichstest von Energiemonitoren und können gegen ein Pfand von 40 Euro ausgeliehen werden. Durch einen vorherigen Anruf (0541/9633-941) sollte allerdings sichergestellt werden, dass nicht alle Monitore verliehen sind, raten DBU und ZUK.

Bundesweit 14 Milliarden Kilowattstunden Strom einsparen


Vor Medienvertretern in Osnabrück gingen Dr. Markus Große Ophoff, fachlicher Leiter des ZUK, und DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers auf die Dimension für den Umweltschutz dieser heimlichen Stromfresser ein. Bundesweit ließen sich etwa 14 Milliarden Kilowattstunden Strom einsparen sowie der Ausstoß von zehn Millionen Tonnen klimaschädigenden Kohlendioxids, wenn vor allem die sogenannten Stand by-Verluste der Elektrogeräte vermieden würden. Große Ophoff: "Die Strommenge reicht aus, um ganz Berlin ein Jahr lang mit Energie zu versorgen!"

"Stecker ziehen und Gerät vom Netz trennen"

Auch wenn die Aus-Taste gedrückt sei, blieben viele Elektrogeräte dennoch in Bereitschaft - zum Beispiel dann, wenn sie sich durch eine Fernbedienung wieder einschalten liessen. Aber auch Geräte, bei denen man es gar nicht vermute, wie beispielsweise viele Waschmaschinen, verbrauchten Strom, wenn sie eigentlich ausgeschaltet seien. Elpers: "Solche Leerlaufverluste kosten einen typischen Vier-Personen-Haushalt etwa 70 Euro im Jahr. Wer hier spart, spart doppelt, denn jede Kilowattstunde weniger vermindert nicht nur die Stromrechnung, sondern schont auch die Umwelt. Also: den Stecker ziehen und das Gerät vom Netz trennen. Eine bequemere Lösung sind abschaltbare Steckdosenleisten."

Wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten

Als weitere Beispiele nannte Große Ophoff HiFi-Anlagen oder Personal-Computer mit Monitor und Drucker, bei denen jeweils durch den "Bereitschaftsdienst" das Vergeuden von bis zu 30 Watt mit über 25 Euro in Jahr zu Buche schlage. Und allein bei einem älteren Videorecorder seien es bis zu sechs Watt mit fast sieben Euro. Um den Osnabrückern die Möglichkeit zu geben, daheim selber nachzumessen, wie hoch der persönliche Verbrauch vor allem auch älterer Elektrogeräte ist, böten DBU und ZUK nun mit den Ausleih-Energiemonitoren die Chance, einfach und schnell zu erkennen, wo sich im Haushalt Stromklauer versteckt halten und damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten.

Georg Elpers | Deutschen Bundesstiftung Umwelt
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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