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Tsunami würde US-Ostküste verwüsten

11.08.2004


"Welt wird nicht von Asteroideneinschlag zerstört"



Millionen von Menschen an der Ostküste der USA und Kanadas könnten ertrinken wenn ein Ausbruch eines Vulkans auf den Kanaren einen Tsunami auslöst. Dafür wird die Welt in nächster Zukunft nicht von einem Asteroideneinschlag zerstört. Das berichtet das Environmental News Network heute, Mittwoch.



Der Wissenschaftler Bill McGuire hat auf einer Konferenz zum Thema Naturkatastrophen berichtet, dass der Cumbre Vieja Vulkan auf der kanarischen Insel La Palma in den nächsten tausend Jahren ausbrechen wird und dadurch 100 Meter hohe Wellen über den Atlantik schickt. Derzeit wird dieser Vulkan kaum überwacht, weshalb beim Eintreten einer Eruption keine Warnungen ausgegeben werden können. "Die US-Regierung muss sich dieser Bedrohung bewusst sein. Ich bin sicher, dass sie sie nicht ernst nimmt", sagte McGuire vom Benfield Grieg Hazard Research Center.

Er führte aus, dass ein Tsunami, der von einem Ausbruch des Vulkans ausgelöst würde, die anderen Kanarischen Inseln innerhalb einer Stunde erreichen würde und die nordafrikanische Küste in zwei Stunden. Zwischen sieben und zehn Stunden später würden die Wellen, die sich mit der Geschwindigkeit eines Flugzeugs fortbewegen, die Karibik überschwemmen und die Ostküste Nord- und Südamerikas fluten. Die Überwachung von der vulkanisch aktiven Insel La Palma sei nicht allzu kostspielig, so McGuire, der die Regierungen von Spanien und den USA zu entsprechenden Maßnahmen aufforderte. Eine Eruption erfolgt etwa alle 25 bis 200 Jahre.

Bei derselben Konferenz berichtete der Wissenschaftler Benny Peiser von der John Moores Universität in Liverpool, dass die Erde nicht von einem Asteroideneinschlag zerstört würde. Es würde genug Geld ausgegeben, um die Asteroiden in Reichweite der Erde zu finden und innerhalb der nächsten 10 bis 30 Jahre werden alle erdnahen Asteroiden kartographisch erfasst sein. Die Wissenschaftler glauben, dass sie einen Asteroiden von seiner Bahn ablenken können, wenn es nur früh genug eine Warnung gibt. Die Neuigkeiten von dieser Konferenz liefern Hollywood jedenfalls genügend Stoff für die nächsten apokalyptischen Filme über Vulkanausbrüche und Tsunamis.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.enn.com
http://www.benfieldhrc.org
http://www.livjm.ac.uk

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