Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zu viele Pestizide im Obst

30.07.2004


Kontroverse über Chemiecocktail in Lebensmitteln

... mehr zu:
»Dithiocarbamat »Grenzwert »Pestizid

Nach Angaben der Umweltorganisation Friends of Earth sind täglich bis zu 220 Kleinkinder in Großbritannien zu hohen Mengen an Pestiziden von Obst ausgesetzt. Die Werte sind nach Ansicht der Food Standards Agency aus der Luft gegriffen, denn die Grenzwerte werden eingehalten. Internationale Forscher sind der Ansicht, dass die Gehalte an Pestiziden aber auch unter Einhaltung der Grenzwerte häufig überstiegen werden, berichtet das International Journal of Occupational and Environmental Heath.

Am schlimmsten sind nach Angaben der Forscher importierte Früchte betroffen. Trotz der generell guten Beobachtung von Pestizidwerten in Obst und Gemüse bleiben die Lebensmittel nicht sicher, argumentieren die Friends of Earth, da die Werte von Stück zu Stück erheblich variieren. "Eltern würden schockiert sein, wenn sie wüssten, dass ihre Kinder durch nur einen Apfel oder eine Birne mit gesundheitsgefährdenden Mengen an Pestiziden zu sich nehmen", so Studienleiterin Emily Diamand. Die Umweltgruppe wirft der Regierung vor, das Problem zu kennen, aber dennoch zu wenig dagegen zu unternehmen.


Es liege in der Macht der Regierung die Pestizide im Obst zu reduzieren und auch Bauern dazu zu bringen weniger Pestizide in der Landwirtschaft zu verwenden. Im Vordergrund der Untersuchungen standen die drei Pestizide Carbendazim, Dithiocarbamat und Phosmet, die in Großbritannien nicht erlaubt sind und nur in importiertem Obst vorkommen. Die beiden Fungizide Carbendazim und Dithiocarbamat stehen im Verdacht die Hormonfunktion zu verändern. Phosmet, ein Organophosphat-Insektizid, steht im Verdacht das Nervensystem anzugreifen. Außerdem ist Phosmet ein potenzielles Karzinogen. Die Experten wie Andrew Watterson befürchten, dass die Chemikalien zwar nicht unmittelbar schädliche Wirkung entfalten, allerdings auf längere Zeit hin gefährlich werden können. "Es ist viel zuwenig darüber bekannt, welche Langzeitfolgen diese Stoffe haben", meint Studien Co-Autor Watterson von der Stirling University.
Die Umweltforscher sehen dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich einer Änderung der gesetzlichen Bestimmungen und genaueren Kontrollen. Umgekehrt soll die Studie Eltern nicht davon abhalten, Kindern Obst zu geben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.foe.co.uk
http://www.ijoeh.com

Weitere Berichte zu: Dithiocarbamat Grenzwert Pestizid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie gefährlich ist Reifenabrieb?
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Verbreitung von Fischeiern durch Wasservögel – nur ein Mythos?
19.02.2018 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics