Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start Pilotprojekt "CITES-Online"

20.07.2004


Trittin: per Mausklick zur Einfuhrgenehmigung für geschützte Tier- und Pflanzenarten. "CITES-online" als Pilotprojekt der "e-Government-Initiative" der Bundesregierung gestartet



Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Vize-Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Rudolf Ley, haben heute das Projekt "CITES-Online" gestartet. Damit wird das Genehmigungsverfahren zur Ein- und Ausfuhr von Tier- und Pflanzenarten, die nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt sind, deutlich schneller und bürgerfreundlicher. "Durch CITES-online wird das Genehmigungsverfahren für Antragsteller und Behörde erheblich erleichtert", sagte Trittin. Bislang musste für jeden einzelnen Fall jeweils ein schriftlicher Antrag eingereicht werden. Das neue System erlaubt es, den Antrag online zu stellen, der dann beim BfN direkt weiter bearbeitet werden kann.

... mehr zu:
»BfN »CITES »Pflanzenart »Übereinkommen


CITES-online wurde im Rahmen der sogenannten "e-Government-Initiative" der Bundesregierung entwickelt. Ziel dieser Initiative ist, alle onlinefähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung bis 2005 elektronisch verfügbar zu machen. "Das erspart den Weg zum Amt, dies nützt den Bürgerinnen und Bürgern, davon profitiert der Wirtschaftsstandort Deutschland", so der Bundesumweltminister. CITES-online ist nicht nur Pilotprojekt im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums, sondern auch Prototyp für die zentral im Rahmen der Initiative entwickelte "virtuelle Poststelle"; ein Herzstück des gesamten Projektes. Denn hier wurden die neuesten Datensicherheitskonzepte und die Möglichkeit der qualifizierten elektronischen Signatur eingearbeitet.

Als Handlungsfeld für die "Bund Online 2005"-Initiative hat sich der Vollzug des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) geradezu angeboten. Das Übereinkommen regelt den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen. Es schützt derzeit etwa 7.000 Tier- und 24.000 Pflanzenarten. Ziel des Übereinkommens ist es, den Handel mit Tieren und Pflanzen unter dem Gesichtspunkt der naturverträglichen Nutzung zu kontrollieren und zu steuern. Dies erfolgt nicht ausschließlich durch Handelsverbote. Vielmehr sind rund 95 Prozent der geschützten Arten unter bestimmten Voraussetzungen und mit den entsprechenden Dokumenten kontrolliert handelbar. Das BfN erteilt jährlich über13.000 Ein- und Ausfuhrgenehmigungen für geschützte Tiere und Pflanzen sowie für daraus gewonnene Produkte. "Neben den Vorteilen für die Antragsteller bedeutet das neue System auch eine Verschlankung unserer amtsinternen Arbeitsprozesse", so Rudolf Ley. Dies werde die Akzeptanz des Washingtoner Übereinkommens weiter erhöhen. "Denn die Formalien im Zusammenhang mit CITES sind nun erst recht kein Handelshemmnis mehr. Sie sind anwenderfreundlich und schnell", betonte der BfN-Vizepräsident.

Der Bundesumweltminister appellierte zur Urlaubszeit an alle Reisenden, sich vor einem Kauf von Waren aus geschützten Tier- und Pflanzenarten zu informieren, welche Dokumente für die Einfuhr in die Europäische Union nötig sind. "Das ist im elektronischen Zeitalter von überall auf der Welt, aus jedem Internetcafé, möglich. Wenn Sie ohne Dokumente an die Grenze kommen ist es häufig zu spät", sagte Trittin.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.bfn.de

Weitere Berichte zu: BfN CITES Pflanzenart Übereinkommen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ins Herz der Blaualgenblüte: IOW-Segelexpedition „BloomSail“ geht an den Start
22.05.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Totes Holz für mehr Leben im See
18.05.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics