Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pflichtpfand - Konzepte und Strategien zur Umsetzung

12.06.2001

Reicht die Zeit für praktikable, organisatorisch und wirtschaftlich effiziente Lösungen?

Die Auseinandersetzung über das geplante Pflichtpfand auf ökologisch nachteilige Einweggetränkeverpackungen hält an. Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutieren das Pro und Kontra der sich anbahnenden Neuregelung. Das Fraunhofer IML bietet Experten auf dem 9. Treffen des »Netzwerk innovative Kreislauftechnologien« am 19. und 20. Juni in Dortmund die Möglichkeit, sich ergebnisorientiert und nutzenbringend über Konzepte und Strategien zur Umsetzung auszutauschen.

Im Jahr 1997 sank die Mehrwegquote erstmals unter die in der Verpackungsverordnung vorgegebenen 72 %. Seitdem wird intensiv über die Einführung eines Pflichtpfands zur Förderung ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen diskutiert.
Unterschiedlichste Interessen und Meinungen stehen sich dabei gegenüber: Ein verbraucherfreundliches Instrument zur Eindämmung der Einwegflut, ein Mittel gegen die Umweltverschmutzung, ein Vertrauensschutz für die mehrwegorientierte Getränkewirtschaft, eine Stütze für rund 250.000 Arbeitsplätze, sagen die einen. Zu teuer, keine ökologische Lenkungswirkung, eine Schwächung der Mehrwegsysteme und ein Problem im europäischen Binnenmarkt, sagen die anderen.
Die Konsequenz ist: Die beteiligten Branchen kommen in Bewegung; die betroffenen Akteure bereiten sich vor. Angestrebt sind innovative Konzepte und Strategien, um die Herausforderung »Pflichtpfand« organisatorisch und technisch effizient zu meistern.
Im Fokus stehen der Aufbau neuer und die konsequente Reorganisation vorhandener Rücknahmesysteme, Informationsflüsse und Zahlungsverkehre. Für Produzenten, Handel, (Entsorgungs-)Dienstleister, Aufbereiter und Verwerter sind damit insbesondere vor dem Hintergrund des engen Zeitrahmens betriebswirtschaftlich sowohl Chancen als auch Risiken verknüpft.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Fraunhofer IML das 9. Treffen des »Netzwerk Innovative Kreislauftechnologien« zum Thema »Pflichtpfand - Konzepte und Strategien zur Umsetzung«. Interessante Fachvorträge zeigen auf, wie Chancen bei der Umsetzung wahrgenommen und Risiken abgewendet werden können. Darüber hinaus geben sie Einblick in aktuelle Lösungsansätze der Wirtschaft.
Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind herzlich eingeladen, das Netzwerk als Plattform zu nutzen, Wissen zu generieren, Informationen zu transferieren und Erfahrungen auszutauschen.

Ansprechpartner:
Fraunhofer IML
Abteilung Entsorgungslogistik
Dipl.-Ing. Gregor Eckerth
Nicola Trappmann
Tel 0231 / 9743 - 2 38
Fax 0231 / 9743 - 4 51

Dipl.-Ing. Stefan Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.krw-netzwerk.de/

Weitere Berichte zu: Pflichtpfand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer
20.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise