Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Besserer Schutz vor Ölkatastrophen

02.07.2004


Das JLMD-System: Einfache Röhrensysteme, an jeder Ecke eines Tank-Segmentes installiert, ermöglichen im Havarie-Fall das Ab­pumpen mit Hilfe des hydrostatischen Drucks - unabhängig von metereologischen Bedingungen, Seegang oder Lage des Wracks.


Einfach und schnell: Mit dem JLMD-System kann Öl aus ge­sunkenen Tankern schneller abgeführt werden, als mit konventionellen Pumpen.


Das JLMD-System: Sicheres Entleeren gesunkener Tankschiffe
Einfache Vorinstallation und hohe Effektivität erleichtern Einsatz

... mehr zu:
»Group »Tank


Die Bilder der letzten Öltanker-Havarie sind noch im Gedächtnis: Unzählige Strände an der spanischen und französischen Atlantikküste wurden durch Öl aus dem Tanker "Prestige" verseucht. Der ökologische Schaden ist unermesslich.

Aus Frankreich kommt jetzt von der JLMD Ecologic Group ein neues Evakuierungssystem, das die Ausmaße von Umweltver­schmutzungen durch gesunkene Öltanker um 70 bis 90 % reduziert. Mit dem von Jean-Luc Dabi, dem Präsidenten und Generaldirektor des Unternehmens, erfundenen und patentierten JLMD-System können allen Arten von Tankschiffen - egal, ob ein- und doppelwandig, älteren und neueren Baujahres - ausgerüstet werden. Das JLMD-System ist das einzige Rohöl-Evakuierungs­system, das an Schiffen vorab installiert werden kann, und jederzeit funktioniert - unabhängig von den meteorologischen Bedingungen, dem Seegang oder der Lage des Schiffes auf dem Meeresgrund.

Zur Installation des JLMD-Systems werden allen vier Seiten eines jeden Tank-Segmentes zwei Rohrleitungen angebracht: ein Rohr bis zum Boden des Tanks, durch das Wasser in die Tanks geleitet wird, und ein kürzeres, das das austretende Öl aufnimmt. Das genial-einfache System nutzt dabei lediglich den hydrostatischen Druck zur Rückführung des Öls. Das JLMD-System ermöglicht einen direkten und schnellen Zugang zu den Tanks des gesunkenen Schiffes und die sichere Rückführung des Tankinhaltes; in weniger als einer Woche nach Anschluss der Absaugrohre werden die Tanks geleert. Zum Vergleich: Das Entleeren des 1999 vor der bretonischen Küste gesunkenen Öltankers Erika durch Abpumpen mit konventionellen Methoden hätte mehr als zehn Monate beansprucht.

Am 22. April hat das JLMD-System die grundsätzliche Zulassung der französischen Klassifizierungsbehörde "Bureau Veritas" erhalten. Dies besagt, dass das System nicht in Konflikt kommt mit den geltenden, strengen Seefahrtsbestimmungen.

Installation und Funktionsweise im Einzelnen

Das System wird an beiden Längsseiten des Schiffes an den vier Ecken installiert, wodurch die Entleerung der Tanks unabhängig von der Lage des gesunkenen Schiffes auf dem Meeresgrund möglich ist. Im Anwendungsfall stellt ein Unterwasser-Roboter zunächst eine Verbindung zwischen den Tanks des gesunkenen Schiffes und denen des Aufnahmeschiffes an der Oberfläche her. Danach werden Schieber geöffnet, woraufhin Wasser unter hydrostatischem Druck durch die an den untersten Stellen der Tanks des gesunkenen Schiffes angebrachten Öffnungen dringt und den Tankinhalt rasch und sauber in die Behälter des Aufnahmeschiffes an der Wasseroberfläche drückt. Die Funktion und die Wirksamkeit des JLMD-Systems wurden von einem großen Ingenieur-Unternehmen an einem Modell im Maßstab 1:100 im Prüfkanal untersucht und bewertet.

Effektivität und Sicherheit

Das JLMD-System ist beim Eintreffen des Rettungsschiffes sofort einsatzbereit, so dass ein unverzügliches Eingreifen gewährt ist, und es arbeitet bei allen meteorologischen Bedingungen mit hoher Leistungsfähigkeit. Der Umschlag des Rohöls ist einfach. Da das System bereits installiert ist, muss weder eine Unterwasserpumpe noch anderes kompliziertes Gerät am Schiffsrumpf angebracht werden; zum Anschließen der Abpumpvorrichtungen müssen keine Löcher in die Tanks gebohrt werden - bei konventionellen Verfahren eine große Gefahr für die Taucher und Hauptursache von Umweltverschmutzungen. Weil das JLMD-System ohne Motoren arbeitet, entfällt jegliches Explosionsrisiko.

Heutzutage sind alle Schiffe mit GPS ausgerüstet, weshalb im keine Einsatzfall Aufnahmebojen angebracht werden müssen. Dieser Umstand vereinfacht den Einsatz des JLMD-Systems genauso wie technisch ausgefeilte Unterwasser-Roboter, die die Absaugvor­richtungen anschließen können.

Wäre der vor der spanischen Antlantikküste gesunkene Öltanker "Prestige" mit dem JLMD-System ausgerüstet gewesen, hätte man seine Ladung in weniger als einem Monat abführen können, Umweltschäden wären weitgehend unterblieben.

Die Eingreif-Garantie von JLMD

Um das besondere Vertrauen der Entwickler in ihr Produkt auszu­drücken, gibt die JLMD Ecologic Group ein besondere Ganratie ab: Für die ersten 100 Schiffseigner, die bis zum 31.12.2004 das JLMD-System auf ihren Tankschiffen installieren, übernimmt JLMD im Falle eines Unfalls und / oder Untergangs alle Kosten* für die Rück­führung des Öls. Normalerweise lasten diese Kosten auf den Schiffs­eignern, den Mineralölgesellschaften oder den Versicherern. * Das Angebot gilt unter besonderen Bedingungen, die bei der JLMD Ecologic Group zu erfagen sind.

Weitere Informationen:
JLMD Ecologic Group
Péré Marina
Technopole Sophia Antipolis
400, avenue Romanille
F 06410 Biot
Tel.: +33 4 93 00 87 57
Fax: +33 4 93 00 88 31
E-Mail: info@jlmdsystem.com

Peter Eggers | FIZIT
Weitere Informationen:
http://www.jlmdsystem.com
http://www.fizit.de

Weitere Berichte zu: Group Tank

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops