Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltschonend von der Wüste zur Antarktis

23.06.2004


Das Klimahaus in Bremerhaven soll alles rund um Wetter, Klima und die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung vermitteln. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (Hamburg). Bild: archiSurf+


Startschuss für Energie sparendes Konzept des Klimahauses Bremerhaven - Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert Projekt mit 92.000 Euro.


Wie ist das Wetter am Nordpol? Was gibt es Neues aus der Klimaforschung? Die interaktive Erlebnisausstellung Klimahaus Bremerhaven 8 Grad Ost will diese Fragen auf über 11.000 Quadratmetern beantworten. Auf einer inszenierten Reise auf dem 8. Längengrad rund um den Globus sollen die Besucher ab Sommer 2006 hautnah erleben, wie sich heiße Wüstenluft oder die beißende Kälte der Antarktis anfühlen. Doch diese Erfahrung kostet Energie. "Der Bedarf dieser Ausstellung mit ihren verschiedenen Klimazonen ist erheblich", so Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück). "Deshalb soll für das Klimahaus ein innovatives Versorgungskonzept entwickelt werden, um Energie zu sparen und damit den Ausstoß des klimaschädigenden Kohlendioxids so gering wie möglich zu halten." Heute fiel in Osnabrück der offizielle Startschuss für das Projekt, das die DBU mit rund 92.000 Euro unterstützt.

Gesamtenergiekonzept für Gebäude und Ausstellung


An dem Energiekonzept und der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (Hamburg) entsteht, wird zeitgleich getüftelt. Gebäude und Ausstellung sollen aufeinander abgestimmt werden, um so viel Energie wie möglich zu sparen. "Üblicherweise werden Gebäude und Ausstellungskonzeption nicht gemeinsam entwickelt, weshalb positive Synergieeffekte und Energieeinsparpo-tenziale unerschlossen bleiben", sagte Brickwedde.

Im Visier: Versorgung mit erneuerbaren Energien

Anders beim Klimahaus. Unter fachlicher Regie der Firma Transsolar Energietechnik (Stuttgart / München) arbeiten hier alle Beteiligten Hand in Hand - vom Architekten über die Ausstellungsmacher bis zum späteren Betreiber. Das gemeinsame Ziel: ein Gesamtenergiekonzept, das gegenüber vergleichbaren Objekten eine deutliche Verringerung des Energieverbrauchs ermöglicht. "Um die Umwelt zusätzlich zu schonen, steuern wir so weit wie möglich eine Versorgung mit erneuerbaren Energien an", so Arne Dunker, einer der Geschäftsführer der Firma Petri & Tiemann, von der die Idee des Klimahauses stammt und die es betreiben wird.

Das Klimahaus-Konzept: Vorbild in Europa

"Derzeit entstehen europaweit Erlebnisausstellungen, die Unterhaltung und Wissensvermittlung verbinden und einen hohen Energiebedarf haben", sagt Brickwedde. "Das Konzept des Klimahauses könnte zu einem wichtigen Vorbild für clevere Energiesparstrategien werden, die sich doppelt lohnen: für die Umwelt und die Betreiber, die weniger laufende Kosten haben."

| DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Antarktis Erlebnisausstellung Klimahaus Wüste

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Die Zerschneidung der Tropenwälder steigert den Ausstoß von Treibhausgasen um weiteres Drittel
30.03.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE