Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NATURA 2000 Schutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee

28.05.2004


WWF begrüßt Meldung der NATURA 2000 Gebiete in der deutschen Nord- und Ostsee


Auch der seltene Schweinswal freut sich über die neuen Meeresschutzgebiete



Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat vorgestern auf dem deutschen Naturschutztag in Potsdam bekannt gegeben, dass Deutschland als erster EU-Mitgliedsstaat eine umfassende Meldung für NATURA 2000 Gebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee abgegeben hat. Ausgewiesen wurden zwei Vogelschutzgebiete für auf See lebende Vögel wie die störempfindlichen Seetaucher in der Nordsee und die Eisenten in der Ostsee. Zusätzlich wurden acht FFH-Gebiete für seltene Tiere wie den Schweinswal sowie für den Schutz wichtiger Unterwasserlebensräume auf Sandbänken und Riffen ausgewiesen. Insgesamt soll knapp ein Drittel der Fläche der AWZ unter Schutz gestellt werden. „Dies ist ein Grund zum Feiern für alle, denen der Schutz des Meeres am Herzen liegt. Wir freuen uns, dass Deutschland hier eine Vorreiterrolle übernommen hat“ sagt Naturschutzexperte Uwe Johannsen vom WWF.

... mehr zu:
»AWZ »NATURA »Schutzgebiet »Wirtschaftszone


Während die Vogelschutzgebiete durch die Meldung nach Brüssel bereits unmittelbar rechtskräftig sind, bedeutet die Meldung für die FFH-Gebiete nur den ersten Schritt. Die endgültige Auswahl der Gebiete erfolgt durch die EU-Kommission im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzwerks NATURA 2000. Erst danach werden die Gebiete nach deutschem Recht unter Naturschutz gestellt.

Uwe Johannsen wies darauf hin, dass trotz des erfreulichen ersten Schrittes noch einiges zu tun bleibt. Jetzt sind die Bundesländer gefragt, die Schutzgebiete im Küstenmeer fortzusetzen. Naturschutz darf nicht an der 12-Seemeilen Grenze enden, vor allem in Niedersachsen bestehen hier große Defizite. Wichtig sei außerdem, dass nun schnell Maßnahmen eingeleitet würden, damit die wertvollen Meeresgebiete nicht weiter zerstört werden und für die bedrohten Arten wirklich als sichere Rückzugsräume zur Verfügung stehen. Nach Auffassung des WWF sind die Gebiete vor allem durch die Schleppnetzfischerei, den großflächigen Sand- und Kiesabbau und die Gewinnung von Erdöl und Erdgas gefährdet. Solche Nutzungen darf es künftig in den Schutzgebieten nicht mehr geben. Hierfür müssen jetzt schnell Regelungen gefunden werden. Im Hinblick auf die Planungen zur Offshore-Windenergie trägt dagegen die EEG-Novellierung der besonderen Schutzbedürftigkeit dieser Gebiete Rechnung, indem Windparks hier künftig von der Förderung ausgeschlossen sind.

Kirsten Andrae | WWF

Weitere Berichte zu: AWZ NATURA Schutzgebiet Wirtschaftszone

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise