Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues System reinigt Schwimmbadwasser umweltfreundlich und gründlich

25.05.2004


Schwimmen ist eine feine Sache - so lange die Wasserqualität stimmt. Um diese konstant zu halten, werden in Schwimmbädern Filter eingesetzt, die regelmäßig gereinigt werden müssen. Dabei wird viel Wasser verbraucht, das größtenteils als Abwasser entsorgt wird. Die Firma Aquila aus dem baden-württembergischen Wertheim hat ein System entwickelt, das erheblich weniger Energie und Spülwasser benötigt als herkömmliche Filter. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird das Verfahren nun erstmals im Osnabrücker Nettebad, einem Sport- und Freizeitbad, erprobt und optimiert. Die DBU unterstützt das Projekt mit rund 200.000 Euro.



Auf Herz und Nieren geprüft

... mehr zu:
»Filter »Labor »Spülwasser


In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Osnabrück und den Stadtwerken Osnabrück werden die Filter der Firma Aquila vor ihrem modellhaften Einsatz im Nettebad auf Herz und Nieren geprüft. "Drei Punkte waren wichtig", sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. "Das neue System sollte zeigen, ob es hygienisch, umweltfreundlich und wirtschaftlich optimal ist." Das Labor für Verfahrenstechnik der Fachhochschule Osnabrück habe dies in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt und den Stadtwerken Osnabrück untersucht und die Filter im Labor und im technischen Maßstab für den Praxisbetrieb optimiert. Die Leistung der Filter wurden zusätzlich mit herkömmlichen Filtern in den beiden Osnabrücker Bädern Schinkelbad und Moskaubad getestet.

30 bis 50 Prozent weniger Energie

Mit gutem Ergebnis: die parallel geschalteten Filtersegmente brauchten statt 140.000 Liter Spülwasser pro Woche nur noch die Hälfte, 30 bis 50 Prozent weniger Energie und waren zudem platzsparender als andere Filter. Zugleich halfen sie, den Einsatz von Chlor deutlich zu vermindern.

Analysen und Praxistests positiv

"Das Nettebad eignet sich als neue große Hallen- und Freibadanlage ideal, um das System zu testen", so Brickwedde. "Das Schwimmbad befindet sich noch im Bau und bot durch seine unterschiedlichen Becken und Wasserqualitäten gute Möglichkeiten, das Verfahren wissenschaftlich auszuwerten." Weil die Ergebnisse der Analysen und Praxistests positiv seien, solle das System dem DIN-Ausschuss, der über die technischen Vorgaben für Schwimmbadfilter entscheidet, und dem Bäder-Dachverband vorgestellt werden.

"Die Vorteile liegen auf der Hand"

Sollten diese Hürden genommen werden, könnten Schwimmbäder beim Neu- oder Umbau bald mit dem umweltschonenderen Filtersystem ausgestattet werden. "Die Vorteile liegen auf der Hand", sagt Brickwedde. "Das System spart Platz, Energie, Wasser und Chlor und rechnet sich dadurch für die Betreiber und die Umwelt."

Weitere Informationen: Stadtwerke Osnabrück, Roland Kettler, Tel.: 0541-344-600, kettler@stw-os.dekettler@stw-os.de

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Filter Labor Spülwasser

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer
20.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie