Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Planschen für die Wissenschaft" in Lübeck

25.05.2001


Vierter Teil der Badegewässerstudie im Strandbad Marli - 500 Badefans gesucht

"Planschen für die Wissenschaft" - Unter diesem Motto wird am Samstag, 16. Juni 2001, im Strandbad Marli in Lübeck der vierte Teil einer Badegewässerstudie durchgeführt. In dem Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes und des Instituts für Allgemeine Hygiene und Umwelthygiene der Universität Tübingen arbeiten bei diesem Teilprojekt der Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck, die Lübecker Schwimmbäder GmbH und das Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Kiel zusammen. Mit der Studie sollen die 1976 von der Europäischen Union festgelegten Richtlinien und Grenzwerte zur mikrobiologischen Qualität von Süßwasser-Badestellen unter der Leitung des Tübinger Facharztes für Hygiene und Umweltmedizin Dr. Albrecht Wiedenmann überprüft werden. Für die groß angelegte Studie werden 500 Versuchsteilnehmer aus Lübeck gesucht, die beim "Planschen für die Wissenschaft" für zehn Minuten Baden gehen. Die Teilnehmer können sich ab sofort anmelden (siehe unten).


Die umweltmedizinische Studie zu Badegewässern

Das Umweltbundesamt lässt dieses Forschungsprojekt in der Badesaison 2000 und 2001 stellvertretend für die deutschen Süßwasser-Badestellen an insgesamt fünf verschiedenen Binnengewässern in Deutschland durchführen, die nach der Badegewässerrichtlinie der Europäischen Union laufend kontrolliert werden und im Hinblick auf die Wasserqualität den Bestimmungen entsprechen: Die ersten drei Studien fanden bereits im vergangenen Jahr am Baggersee Kirchentellinsfurt bei Tübingen, in Unteruhldingen am Bodensee und im Berliner Strandbad Plötzensee statt. Das fünfte Projekt ist im August in Bayern geplant. Obwohl die Badegewässerrichtlinie bereits seit 1976 besteht, wurden in Deutschland bisher noch nie Gesundheitsdaten im Zusammenhang mit dem Baden in Naturgewässern auf diese systematische Weise erhoben.

Mit den fünf Studien soll festgestellt werden, ob durch die Badegewässerrichtlinie sichergestellt wird, dass es beim Baden in unseren heimischen Gewässern nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mikroorganismen kommt. Dabei sollen hauptsächlich leichtere Beschwerden erfasst werden, mit denen die Menschen normalerweise nicht zum Arzt gehen und die deshalb in der Regel unbekannt bleiben: z. B. leichte Augen-, Ohren- und Rachenentzündungen oder leichte Magen-Darm-Infekte. Da solche Beschwerden auch völlig unabhängig vom Baden auftreten können, werden die 500 Badewilligen erst im Strandbad nach dem Zufallsprinzip entweder der "Badegruppe" oder einer gleich großen "Nichtbadegruppe" zugeteilt, die dann als Vergleichsgruppe dient. Parallel zu der Badeaktion werden in kurzen Abständen Wasserproben gezogen und in einem mobilen Laboratorium gleich vor Ort mikrobiologisch untersucht. So können die Wissenschaftler überprüfen, ob eventuell auftretende gesundheitliche Beschwerden auch unterhalb der Grenzwerte der Badegewässerrichtlinie in einem Zusammenhang mit der im Wasser gemessenen Konzentration an Mikroorganismen stehen.

Mit der Untersuchung sollen keinerlei Aussagen zur Wasserqualität eines einzelnen Gewässers gemacht werden. Die Ergebnisse sollen möglichst allgemein gültig und auf andere Binnengewässer übertragbar sein. Daher werden die Daten aller fünf Erhebungen erst Ende des Jahres 2001 in anonymisierter Form zusammengerechnet und gemeinsam ausgewertet.

Anmeldung

Anmeldung telefonisch unter 0177-300-1432 beziehungsweise -1434 oder per e-mail an webmaster@badegewaesserstudie.de. Die Studienteilnehmer erwarten mehrere Interviews zum allgemeinen Gesundheitszustand und kurze ärztliche Untersuchungen auch vor und nach dem Badetag. Wer bis zum Ende der Studie mitmacht, erhält eine Aufwandsentschädigung von 50 Mark. Werden weitere Teilnehmer geworben, die bis zum Ende der Untersuchung dabei bleiben, kommen jeweils 10 Mark hinzu. Teilnehmen kann, wer gesund und volljährig ist. Bei Kindern und Jugendlichen werden Einverständniserklärungen der Eltern oder Erziehungsberechtigten benötigt.

Nähere Informationen gibt’s unter http://www.badegewaesserstudie.de im Internet. Hier können auch das Merkblatt und die Teilnahmeerklärung abgerufen und ausgedruckt werden.

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.badegewaesserstudie.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten