Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ozonbelastung - nicht alle Pflanzen sind gleich betroffen

05.05.2004


Hohe Ozonkonzentrationen belasten die Pflanzenwelt. Das ist seit Mitte der Fünfziger Jahre bekannt. Doch nicht alle Organismen sind im gleichen Maße betroffen. Einige können sich vor den schädlichen Einflüssen besser schützen. Bei Anderen reichen schon geringfügig erhöhte Werte, um erste Schäden beobachten zu können. Wissenschaftler des GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit - untersuchten die Gründe für diese unterschiedlichen Reaktionen auf erhöhte Ozonkonzentrationen. Früher dachte man, dass das Ozon selbst die Pflanzenmembranen angreift und somit die Schädigungen verursacht. Das ist nicht der Fall. Vielmehr ist das Ozon als Auslöser tätig. Die Pflanze selbst startet dann ein "Selbstmordprogramm" auf zellulärer Ebene. Dieser Mechanismus ist genetisch gesteuert und von der Pflanzenart abhängig. Daher reagieren verschiedene Arten sehr unterschiedlich auf erhöhte Ozonwerte. Bei manchen reichen geringfügig erhöhte Konzentrationen aus, um das "Selbstmordprogramm" in Gang zu setzen, bei anderen muss sie deutlich höher liegen. Daher ist es schwierig von einer kritischen Ozonbelastung für Pflanzen zu sprechen. Sie sind dem Ozon auch nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert. Es sind verschiedene Abwehrmechanismen vorhanden. So können "schlaue" Arten bei großer Hitze ihre Spaltöffnungen geschlossen halten und somit die Aufnahme von Ozon verringern. Andere Arten vermögen dies nicht und folglich nehmen die Schädigungen ihren Lauf. An dieser Stelle ein Hinweis an alle Hobbygärtner: Wer seine Pflanzen bei großer Hitze optimal mit Wasser versorgt, verhindert dass sie vertrocknen. Es besteht aber die Gefahr, dass Ozonschädigungen zunehmen, da die Pflanzen ihre Spaltöffnungen nicht schließen solange die Wasserversorgung gut ist. Welche Folgen längere Hitzeperioden und damit verbundene erhöhte Ozonwerte für die Pflanzenwelt haben werden, ist noch nicht abzuschätzen. Es wird jedoch angenommen, dass die Pflanzen die Schäden irgendwann nicht mehr kompensieren können und es dann zu Wachstumseinbußen kommt.


Thomas Hanenberg | aid
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Berichte zu: Hitze Ozon Ozonbelastung Pflanzenwelt Schädigunge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten