Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökonomie und Ökologie verbinden: Energie sparen in Industrie und Gewerbe

22.04.2004


Neue Broschüre stellt innovative Produkte und Verfahren vor - Über 100 Millionen Euro für Energietechnik - "Mittelstand gibt Impulse"


Türsprechanlagen verbrauchen auch dann Strom, wenn keiner klingelt. Die Firma Grothe hat nun mit DBU-Hilfe ein Netzteil entwickelt, das den Strombedarf von Sprechanlagen deutlich senkt.


Schmieden verbraucht sehr viel Energie: ein typischer Schmiedeofen setzt im Jahr rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid frei. Das Edelstahlwerk Kind & Co. hat mit DBU-Förderung eine neue Technik für Industrieöfen entwickelt, die 30 Prozent Brennstoff spart.



Wie viel Umweltschutz kann sich die Wirtschaft leisten? Diese Frage wird heftig diskutiert. Dabei schließen sich Ökonomie und Ökologie nicht aus - im Gegenteil: Die neue DBU-Broschüre "Energie effizient" zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der Industrie, mit Energie sparsamer umzugehen. "Wenn Umweltaspekte ins unternehmerische Handeln einbezogen werden, bedeutet das immer einen Gewinn für die Wirtschaft", sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). "Wer etwa ein Energie sparendes Produktionsverfahren entwickelt, schont die Umwelt und senkt die Kosten." Wie das geht, demonstriert die kostenlose Broschüre an 18 konkreten Beispielen aus der Praxis. "Diese belegen, dass kleine und mittelständische Firmen maßgebliche Impulsgeber sind", so Brickwedde. "Deshalb fördern wir ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben besonders." Die DBU hat in der Energietechnik bisher rund 600 Projekte mit über 100 Millionen Euro unterstützt.

... mehr zu:
»Kohlendioxid »Ökologie »Ökonomie


Sprechanlagen mit Stromsparschaltung

Energie sparen beginnt im Kleinen - zum Beispiel bei Türsprechanlagen. Rund 5 Millionen gibt es in Deutschland, und sie fressen auch dann Strom, wenn es nicht klingelt. Die Firma Grothe (Hennef) hat mit DBU-Unterstützung ein Netzgerät für Sprechanlagen entwickelt, das den Stromverbrauch im Stand-by-Modus um 80 bis 90 Prozent verringert. Wären alle Sprechanlagen damit ausgestattet, ließen sich in Deutschland ungefähr 160.000 Megawattstunden Strom jährlich sparen - so viel, wie 45.000 Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Der Umwelt blieben so rund 88.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich erspart.

Weniger Energieeinsatz beim Schmieden

Viele schädliche Gase könnten auch beim Schmieden von Edelstahl verhindert werden. Schmieden verbraucht sehr viel Energie: ein typischer Schmiedeofen setzt im Jahr rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid frei. Das Edelstahlwerk Kind & Co. aus Wiehl hat zusammen mit dem Betriebsforschungsinstitut BFI und der Firma Maerz-Gautschi (beide Düsseldorf) mit Hilfe der DBU eine neue Technik für industrielle Hochtemperatur-Schmiedeöfen entwickelt. Hierbei werden Wärmetauscher eingesetzt, die Abgaswärme aus dem Ofen speichern und für das Schmieden nutzen. 30 Prozent Brennstoff werden so gespart. Bei 400 Schmiedeöfen in Deutschland könnte die Umwelt so um 400.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr entlastet werden. Die Technologie lässt sich auch auf andere Industrieöfen übertragen.

Weitere Beispiele - von der Energie sparenden Asphaltmischanlage über umweltfreundliches Buchbinden bis zum sparsamen Benzinmotor - finden Sie in der Broschüre "Energie effizient", die Sie kostenlos bestellen können.

| DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Kohlendioxid Ökologie Ökonomie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik