Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nach Entscheid der EU-Kommission: Für Verbraucher ändert sich nichts / Grüne Punkte gehören auch künftig in Behälter des Dualen

27.04.2001


... mehr zu:
»Selbstentsorger »Verpackung
Die Verbraucher können auch nach der Entscheidung der
EU-Kommission, dass sogenannte Selbstentsorger ihre Verpackungen mit
dem Grünen Punkt kennzeichnen dürfen, ihre Verpackungen weiterhin in
die Sammelbehältnisse des Dualen Systems geben. Für die Bürger ändert
sich daher beim Verpackungsrecycling nichts. "Kein Bürger kann
erkennen, ob die Verpackungen weiterhin in die Gelbe Tonne gehören
oder zum Laden zurückgebracht werden müssten. Daher werden sie im
Zweifelsfall den Weg in die haushaltsnahen Erfassungsgefäße des
Dualen Systems wählen", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Dualen
Systems, Wolfram Brück. "Da wissen Sie auch, dass tatsächlich ein
Recycling stattfindet." Allerdings zeige die nun entstandene
Situation auch das Absurde der Entscheidung der EU-Kommission: "Wenn
nun auch Selbstentsorger den Grünen Punkt nutzen können, fehlt für
die Verbraucher jedes Unterscheidungskriterium zwischen den
Wettbewerbern."
  
   Brück befürchtet daher, dass bei einer weiteren Verunsicherung die
Bereitschaft der Verbraucher, aktiv beim Recycling mitzumachen,
nachlassen könne. "Die Menschen haben Vertrauen in die Leistung des
Dualen Systems entwickelt. Wir lassen daher nicht zu, dass sie nun
verunsichert werden. Deshalb setzen wir uns auch weiterhin für ein
klare Zuordnung von Grünem Punkt und Gelber Tonne bzw. farbgetrennter
Glascontainer und blauer Papiertonne sowie für eine ökologisch
orientierte Abfalltrennung ein."
  
   Brück verwies in diesem Zusammenhang auf die fehlende Kontrolle
der Unternehmen, die ihre Verpackungen selbst entsorgen. Insbesondere
fehle der detaillierte Nachweis darüber, ob und inwieweit
Selbstentsorger welche Mengen von Verpackungen überhaupt im Laden
zurücknehmen und was dann damit geschehe. Alle Erfahrungen zeigten
jedenfalls, dass die Verbraucher in der Praxis ihre Verpackungen
nicht zurück in den Laden bringen würden. Wie die Selbstentsorger
daher die notwendigen Mengen erreichen wollen, um ihre
Verwertungsquoten zu erfüllen, sei die große Frage.
  
   Das Duale System hingegen muss seine Sammel- und Verwertungsquoten
im Einzelnen dokumentieren. Dieser jährlich vorzulegende Nachweis
wird von den Landesumweltministerien sorgfältig geprüft.
  
   Der Mengenstromnachweis 2000 sowie die erste Ressourcenbilanz für
die Recyclingleistungen des Grünen Punktes werden am 2. Mai 2001 in
Berlin vorgestellt.
  

Dr. Heike Schiffler
Direktorin Kommunikation & Marketing
Duales System Deutschland AG
Frankfurter Straße 720-726
51145 Köln
Telefon 02203.9 37 - 261
Telefax 02203.9 37 - 191

Weitere Informationen im Internet unter www.gruener-punkt.de

ots |

Weitere Berichte zu: Selbstentsorger Verpackung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor
23.05.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wenn Korallen Plastik fressen
23.05.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wenn Korallen Plastik fressen

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ventile für winzige Teilchen

23.05.2018 | Materialwissenschaften

GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

23.05.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics