Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

WWF startet internationale Internetkampagne für besseren Ostseeschutz

10.03.2004


Seit 1980 ereignete sich auf der Ostsee durchschnittlich ein großes Schiffsunglück pro Jahr


Der WWF unterstützt eine von acht Ländern eingeleitete Initiative für die Ausweisung der Ostsee als „Besonders Empfindliches Meeresgebiet“ (PSSA). Dadurch soll ein besserer Schutz vor Schiffsunfällen erreicht werden. Über den Antrag entscheidet Ende März die Weltschifffahrtsorganisation (IMO). Um bei der IMO für den Vorstoß zu werben, hat der WWF eine internationale Internetkampagne gestartet. Mit der Email-Aktion fordert die Umweltorganisation die großen Schiffahrtsnationen auf, dem Antrag der Ostsee-Anrainerstaaten zuzustimmen.

... mehr zu:
»IMO »Internetkampagne

Während Dänemark, Schweden, Finnland, Polen, Estland, Lettland, Litauen und Deutschland die Initiative unterstützen, verweigert als einziger Ostsee-Anrainerstaat Russland seine Zustimmung. Damit bleibt das russische Ostsee-Territorium vorerst ausgeschlossen. Jochen Lamp, Leiter des WWF Projektbüros Ostsee in Stralsund, fordert: „Wir müssen alle Chancen nutzen, um den internationalen Schiffsverkehr auf der Ostsee sicherer zu machen. Die IMO kann Ende März den Weg dafür frei machen. Es müssen jetzt alle Kräfte mobilisiert werden, um Russland noch ins Boot zu bekommen.“

Nach Angaben des WWF ist die durch die Ostsee transportierte Ölmenge in den letzten sechs Jahren um 100 Prozent gestiegen. Und so wird es weitergehen. Bis 2010 erwarten Experten eine erneute Verdoppelung auf dann 160 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Verantwortlich für den zunehmenden Öltransport sind nicht zuletzt die neuen und erweiterten russischen Ölhäfen Primorsk, Vysotsk, Vistino und Ust-Luga bei St.Petersburg.


Obwohl die Ostsee eines der kleinsten Meere der Erde ist, gehört sie zu den am stärksten befahrenen Seegebieten. Meerengen, viele Inseln und Eis machen das Befahren riskant. Seit 1980 ereignete sich auf der Ostsee durchschnittlich ein großes Schiffsunglück pro Jahr, das einen Ölteppich von mehr als 100 Tonnen verursachte. Auch große Containerschiffe und Frachter müssen die Meerengen der Ostsee passieren. Ihre Wege werden oft von Schnellfähren und Freizeitbooten gekreuzt.

„Die Ostsee als Schutzgebiet auszuweisen, wäre ein erster Schritt, um zu verbindlichen Regeln für den Schiffsverkehr zu kommen. Weitere Maßnahmen wie eine festgelegte Streckenführung für Schiffe mit gefährlicher Ladung, eine Lotsenpflicht und Regeln für den Verkehr in den vereisten Gebieten müssen schnell getroffen werden“, fordert Lamp. Die Initiative für das Meeresschutzgebiet Ostsee wurde im Rahmen der am 4. März 1974 verabschiedeten Helsinki-Konvention (HELCOM) erarbeitet. „Zum 30. Jahrestag der Helsinki-Konvention wäre die Zustimmung der IMO ein wichtiges Geschenk“, betont Lamp.

Ralph Kampwirth | WWF
Weitere Informationen:
http://www.wwf.de

Weitere Berichte zu: IMO Internetkampagne

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise