Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltbundsamt erfüllt als erste Bundesbehörde Anforderungen der EG-Umweltaudit-Verordnung

12.04.2001


... mehr zu:
»EMAS
Umweltschützer nehmen eigene Behörde unter die Öko-Lupe

Als erste Bundesbehörde hat das Umweltbundesamt (UBA) an seinem

Hauptsitz in Berlin ein Umweltmanagementsystem nach den Anforderungen der neu gefassten EG-Umweltaudit-Verordnung (EMAS) eingerichtet. Dies ist das Ergebnis des Umweltaudits durch die Umweltgutachter Dr. Johann Josef Hanel und Dr. Erwin Wolf der TÜV Nord Zertifizierungs- und Umweltgutachter Gesellschaft mbH. In einem fast zwei Jahre dauernden Prozess wurden die verschiedenen Umweltaspekte der Tätigkeiten des Amtes ermittelt und analysiert. Vom Energieverbrauch bis zu den internen Abläufen wurde alles auf den Umweltprüfstand gestellt. Das UBA übernimmt mit der Teilnahme am EG-Umweltaudit innerhalb der Bundesverwaltung eine Vorreiterrolle. Die offizielle Eintragung des UBA in das europäische Teilnehmer-Register und die Verleihung des neuen EMAS-Logos kann aus rechtlichen Gründen allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Der Grund dafür ist: Die novellierte EMAS-Verordnung tritt auf europäischer Ebene voraussichtlich erst am 27. April 2001 in Kraft. Bislang galt die EG-Umweltaudit-Verordnung nur für das produzierende Gewerbe. Für die durch die Novellierung möglich gewordene Beteiligung von Bundes- und Landesbehörden sowie Unternehmen aus bisher nicht teilnahmeberechtigten Branchen sind anschließend noch die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland zu schaffen. Erst dann können die Umweltgutachter die vom UBA vorgelegte Umwelterklärung für gültig erklären. Dies ist die Voraussetzung für die offizielle Beteilung an EMAS.

Das Umweltbundesamt ist die erste Bundesbehörde, die an einem Standort nicht nur intern Gutes für die Umwelt tut - sie wird dies zukünftig auch in nachvollziehbarer Weise dokumentieren. Mit der bevorstehenden offiziellen Teilnahme an EMAS verpflichtet sich das Amt öffentlich zu einer dauerhaften und nachprüfbaren, weiteren Verbesserung des Umweltschutzes im Amt.

Grund für die Entscheidung des UBA, sich an EMAS zu beteiligen, war vor allem der Wille, die Spielräume für mehr Umweltschutz im Amt zu nutzen. Zugleich wollte das UBA seinem Anspruch gerecht werden, seine wissenschaftlichen Empfehlungen zum Umweltschutz auch im eigenen Hause transparent umzusetzen. Und schließlich führt umweltbewusstes Wirtschaften auch in einer Behörde zu rationellem und schonendem Einsatz von Ressourcen. Das hilft, Kosten zu sparen - in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ein wichtiger Gesichtspunkt. "Wir hoffen, dass viele Behörden erkennen, dass die Teilnahme am EG-Umweltaudit ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge.

Das Umweltmanagementsystem, das mit Unterstützung des Umweltgutachters Wolfgang Ackermann als externem Berater neu eingeführt wurde, erfasst alle Vorgänge im Amt, die einen Bezug zum betrieblichen Umweltschutz haben. Die Intranet-gestützte Umweltmanagementdokumentation macht die amtsinternen Festlegungen und Verfahrensweisen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unmittelbar am eigenen PC zugänglich.

Karsten Klenner | idw

Weitere Berichte zu: EMAS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hochmodernes Forschungsflugzeug fliegt zurzeit über Europa
17.07.2017 | Universität Bremen

nachricht Baumgrenze wird nicht allein durch das Klima bestimmt
03.07.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie