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Nachhaltiger Konsum: Kaufen mit Köpfchen

16.02.2004


Bundesumweltminister Jürgen Trittin eröffnet Konferenz zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion



Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat an die Verbraucherinnen und Verbraucher appelliert, sich ihres wachsenden Einflusses auf Umwelt und Klima bewusst zu werden und ihn zu nutzen. "Ob Auto, Kleidung oder Lebensmittel: Was wir kaufen und wie wir produzieren, hat enormen Einfluss auf die Umwelt. Denn der Konsum der privaten Haushalte ist für mehr als ein Viertel aller Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich", sagte Trittin heute zur Eröffnung einer zweitägigen Konferenz über Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion. "Nachhaltiger Konsum heisst nichts anderes als Kaufen mit Köpfchen, denn nachhaltige Produkte und langlebige Güter stehen für mehr Lebensqualität", so der Bundesumweltminister.

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Trittin sagte, auch Handel und Industrie würden zunehmend erkennen, dass Verbraucher immer öfter Umweltaspekte in ihre Kaufentscheidungen einbezögen. Diesen Trend gelte es aufzugreifen und die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Konsumieren und Produzieren zu verbessern. Bei der EU-Ökodesign-Richtlinie sollte eine Orientierung am energieeffizientesten und somit umweltfreundlichsten Produkt erfolgen", forderte der Bundesumweltminister.

Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, betonte: "Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum hat vor allem dann eine Chance, wenn Staat, Wirtschaft und Verbraucher gemeinsame Leitbilder verfolgen. Innovative Angebote müssen schliesslich auch nachgefragt werden."

Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg wurde die Entwicklung eines 10-Jahres Rahmenprogramms zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern beschlossen. Die Industrieländer wurden aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Die heute eröffnete, von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veranstaltete Konferenz bildet den Auftakt für einen nationalen Dialogprozess zur Umsetzung der Verpflichtungen von Johannesburg. Darin sollen einerseits bisherige Ansätze des produktbezogenen Umweltschutzes wie Umweltzeichen, Erhöhung der Energie- und Rohstoffproduktivität und Verankerung des Lebenszyklusdenkens gebündelt und ausgebaut werden. Andererseits sollen unter anderem die umweltfreundliche öffentliche Beschaffung durch Internet-Informationen, Musterausschreibungen und Integration in die Ausbildung gestärkt sowie die Heranführung der Kunden an umweltfreundliche Produkte im Supermarkt durch neuartige Leitsysteme verbessert werden. Ökobilanzen sollen kostengünstiger und trotzdem verlässlich gemacht werden.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

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